Niiu – die neue Apple-App

Ich möchte Nachrichten so personalisiert aufbereitet bekommen,wie ich sie brauche. Nach dem Flipboard Prinzip versucht es Niiu nun auf dem App-Markt.

„Alle für Sie relevanten News in einer App.“
Das verspricht Niiu, die Online-App, die es nun im Apple Store zu kaufen gibt. Damit kommt das Unternehmen dem Wunsch vieler Nutzer nach, Nachrichten so zu konsumieren, wie man sie aktuell braucht. Dass sich die gefühlte Aktualität ständig ändert, wissen wir alle.

Woher kommen die Inhalte?

Hamburger Abendblatt, Berliner Morgenpost, BZ, Welt, BILD, Tagesspiegel, Neue Zürcher Zeitung, Neues Deutschland, the european, OK, Grazia, PC Welt, Mac Welt, fair observer und weitere..(Angaben von niiu) Inhalte also von News-Magazinen und Special Interest Verlagen. Vorstellbar, dass für jeden etwas dabei ist.

30-Tage-Test

Ich habe mir die App auf mein iPad geladen und dank eines Gutschein-Codes bin ich für 30 Tage kostenlos dabei. Die Artikel lesen sich gut, man kann die Schrift vergrößern, Tag-/Nachtmodus einstellen, favorisieren oder teilen.
Momentan bin ich noch nicht so ganz sicher, ob ich für das derzeitige Angebot bezahlen würde. Es stehen 23 Publikationen zur Verfügung, 10 davon können heruntergeladen werden, sind aber jederzeit änderbar. „Lokales“ kommt momentan noch aus Berlin, ist also nicht so ganz spannend für mich. Mir fehlt noch einiges, aber die starten ja erst. Bleibt abzuwarten, welche Kooperationen noch eingegangen werden.

Mehr zum Thema:
>> Nichts geschenkt

Irgendwas mit Social Media… oder was machst Du?

Als ich vor sieben Jahren begann als Community Manager zu arbeiten, war der Job noch so neu wie das Web 2.0. So richtig wusste damals auch keiner wohin es sich entwickelt. Es gab bereits zahlreiche Communities wie XING, Stayfriends oder WKW. Die wurden selbstverständlich auch gemanaged, aber eher im Hintergrund. Das öffentlich Kommentieren war damals noch eher die Seltenheit. Mit der Umstellung von Portalen auf die Kommentierbarkeit von Beiträgen und Artikeln, wurde die Arbeit als Community Manager zur Herausforderung. Ich musste, wie alle anderen in diesem Job, mit Kritiken und Beschimpfungen leben. Aber auch mit ständigen Mails, Belästigungen und gut gemeinten Komplimenten, die man nicht haben möchte. Man steht auf einmal im Fokus und wird schnell vom „good guy“ zum „bad guy“. Das kennt jeder, der diesen Job macht bzw. einmal gemacht hat.

Vom Community Manager zum Social Media Experten

Auf einmal kamen die sozialen Netzwerke hinzu, allen voran natürlich Facebook. Schon war der Job des „Social Media Managers“ (wahlweise Consultant oder ähnliche Berufsbezeichnungen) geboren. Die vielseitigen Ausschreibungen zu diesem neuen Berufsbild lesen sich zum Teil haarsträubend. Das Hotel, dass einen Nachtportier sucht, der „nebenbei“ die sozialen Netzwerke betreut. Der Social Media Manager, der die Unternehmenswebsite nicht nur mit Inhalten versieht sondern auch programmiert. Der Social Media Guy der für die Akquise der eigenen Kunden zuständig ist und nebenbei Pressemitteilungen verfasst. Der Social Media Redakteur der neben der Beitragserfassung auch noch eine Facebook und Google + Fanpage baut und selbstverständlich 24/7 im Auge hat.
Wir vom BVCM haben sehr haarsträubende Stellenbeschreibungen gefunden. Eine Herausforderung für den Verband unserem Berufsbild eine klare Struktur zu verpassen.

Eierlegende Wollmilchsau

Selbstverständlich soll jeder Social Media Experte den ROI fürs Unternehmen errechnen und in mehr oder weniger komplizierten Darstellungen der Geschäftsführung so erklären, dass die glauben, jeder Invest ist lohnenswert und bringt das Unternehmen ganz weit nach vorne. Natürlich nicht nur finanziell sondern auch mit einer deutlich positiven Reputation. Ach ja – ganz nebenbei darf das böse Wort „Shitstorm“ niemals in Zusammenhang mit dem Unternehmen stehen. Und wenn.. na dann sorgt der „Social Media irgendwas“ schon dafür, dass alles gut wird.

Wer so viel Verantwortung zu tragen hat, der sollte doch entsprechend im Unternehmen angesiedelt und beachtet sein. Das ist sicher hier und da der Fall, aber oft genug sind die Widerstände gegen „Social Media“ intern bereits so groß, dass man entweder als Exot, Nerd oder Klugscheißer gilt. Schlechtestenfalls  sogar in der Kombi zusammen. Wenn man dann noch in die internen Arbeitsprozesse eingreifen möchte und die Begriffe „Collaboration“ oder „Change Management“ benutzt – spätestens dann wird brenzlig. Es braucht ganz viel Unterstützung und Verständnis, bis sich „Social Media“ in alle Unternehmensbereiche integriert hat und auch akzeptiert wird. Und vor allem Zeit…

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How to Hire the Right CM

Teil mit mir! – Shareconomy ist Trend

Sharconomy (Share Economy) heißt der neueste Hit in der Online-Welt. Bedeutet, dass man das was man hat, verleiht oder teilt oder sich das was man nicht hat, leiht. „Collaborative Consumption“ ist ein anderer Begriff für diese Form moderner Tauschringe

Es ist mir ein Rätsel, wie Menschen Ihre Privatwohnungen oder Häuser einfach so an andere vermieten können. Bei Airbnb.de ist das möglich und wird scheinbar erfolgreich praktiziert. Ähnlich agiert die Plattform 9flats.com, die ebenfalls Privatunterkünfte in der ganzen Welt vermieten. Dabei handelt es sich jedoch nicht um billige Absteigen, sondern um hochwertigen Wohnraum, der günstig gemietet werden kann. Shareconomy liegt voll im Trend, denn es wird alles geteilt, verliehen oder verschenkt, was vorstellbar ist.

Shareconomy liegt voll im Trend

Warum direkt eine Hilti kaufen, weil ein Umbau bevorsteht? Vielleicht hat ja jemand im Freundeskreis ein Gerät, dass er verleihen kann. WHYownit greift diese Idee auf und sezt sie mittels einer Smartphone-App um, mit der man Freunde hinzufügen kann, die etwas zu verleihen haben. Man selbst kann seine Artikel ebenfalls einstellen. Je mehr Freunde mitmachen, umso größer die Auswahl.

WHYownit

Scrennshot WHYownit


Das Thema Carsharing ist nicht neu und von Unternehmen wir greenwheels bereits seit Jahren erfolgreich gewerblich betrieben. Tamyca ist ein Austausch von Privatautos, die deutschlandweit angeboten werden. Der Vorteil: Man sucht in der Nähe seines Wohnortes nach einem geeigneten Fahrzeug und kann sich so schnell und unkompliziert mobilisieren. Die Verdienstmöglichkeiten hängen vom Fahrzeug und der Stadt ab, denn in diesem Fall erfolgt eine Bezahlung an den Verleiher. Das ganze wird durch eine Versicherung gedeckelt, damit im Schadensfall niemand auf den Kosten sitzen bleibt.

Vom Boot bis zu den Boots – alles geht.

Nicht nur Autos, Wohnungen oder Geräte werden verliehen, sondern auch alle anderen vorstellbaren Artikel. Kleider, Arbeitsplätze, Fahrräder und selbst Boote. Die Idee zündet und setzt sich immer mehr durch. Gewerbliche Anbieter wie beispielsweise Autovermietern ist das natürlich ein Dorn im Auge, sie werden sie  allerdings nicht gegen die „Crowd“ wehren können. Damit der Funke weiter getragen wird ist es nämlich notwendig, dass viele Menschen an diesen virtuellen Tauschbörsen teilnehmen. Getauscht wurde immer schon gern, ob in der Steinzeit oder in den 90ern als die Tauschringe weltweit Beachtung fanden. Jetzt ist das Smartphone der Schlüssel dazu. Die Erreichbarkeit spielt dabei eine wichtige Rolle, denn man möchte ja schnell den benötigten Gegenstand verwenden. Weitere Portale, die den Shareconomy Gedanken verfolgen: Kleiderkreisel, Stuffle, Flinc, couchsurfing, nextbike um nur einige deutschsprachige zu nennen.

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> Shareconomy ist mehr als teilen
> Leitthema bei der CeBIt

Reputation im Netz wird immer wichtiger

Jeder Onliner der in sozialen Netzwerken vertreten ist, wird sich zwangsläufig mit der eigenen Reputation auseinandersetzen. Es geht dabei um mehr als regelmäßig seinen Namen zu googeln um zufrieden festzustellen, dass nirgends Kritik geübt wird. Vielmehr müssen wir uns mit immer neuen Faktoren auseinandersetzen, die uns einen Platz im „Social Heaven“ einräumen.

Authorrank, Circle und Kloutscore 

Wie hoch ist Dein Kloutscore, in wie vielen Circlen steckst Du, wie vernetzt bist Du bei Linkedin, Xing oder Facebook? Sind Deine Twitter-Follower wertvoll? Wie aktiv bist Du bei Pinterest? Amen? Diaspora? FlickR? TumblR? Wie misst Du Deine persönlichen KPIs?

Was bringt mir das?

Genau das ist doch die zentrale Frage. Ist es wirklich wichtig, als Privatperson in allen Netzwerken aufzutauchen, oder dient die Besetzung der Profile lediglich der Eitelkeit? Ein Social Media Manager ist zwangsläufig sehr viel mehr vernetzt die meisten anderen Mitarbeiter. Und das ist gut so, denn wir tun das ja in erster Linie für unser Unternehmen. Trotzdem sind wir weder Roboter noch Erfüllungsgehilfen, die ein wenig „facebooken“.

Social Media Manager – was macht der eigentlich?

Wir stoßen Prozesse an, wir transportieren unsere Unternehmen in die Online-Welt, wir geben ein Gesicht – und das ist ganz oft unser eigenes.

Uns ist klar, dass es von Unternehmensseite sehr viel Vertrauen bedarf, denn lange Abstimmungsprozesse sind im Social Media Bereich kontraproduktiv. Schnelle Reaktion und bereichsübergreifende Kommunikation prägen das Berufsbild.  Hat sich ein Unternehmen erst einmal für die Besetzung einer solchen Stelle entschieden, ist das ein Schritt in die richtige Richtung. Aber wie geht es weiter? Hier liegt oft das Problem. Wir ticken eben anders. Wir propagieren Transparenz, wir tauschen unser Wissen aus, wir führen zusammen und fordern zum  Mitmachen auf.

Welcher Social Media Mensch kennt nicht die Widerstände, die das nach sich zieht? Die ersten, die sich angegriffen fühlen sind of die Bereiche Marketing und/oder Unternehmenskommunikation. Denn sie glauben immer noch, das wäre ihr Job, wollen aber weder etwas mit Communities nichts zu tun haben, noch deren Kritik hören.

Denn die kritische Masse „da draussen“ glaubt den oft geschönten Worten nicht und tut dies öffentlich kund. Der Community Manager darf sich damit auseinandersetzen, der Social Media Manager legt den Finger in die Wunde, macht auf Missstände aufmerksam und zeigt auch gerne einmal auf, wo Abhilfe geschaffen werden kann. Wer ein Unternehmen gefunden hat, das offen dafür ist, der hat Glück.

Wir haben das immer so gemacht..

„Sorgen Sie dafür, dass wir gut da stehen, aber belästigen Sie uns nicht mit Umdenkungsprozessen“ – das ist eine kühne Behauptung trifft es aber in den meisten Fällen.

Warum sollte auf einmal alles anders sein? Weil die Welt sich verändert. Die Kunst ist es, diese Veränderung im Unternehmen zu installieren. Aufzuzeigen, dass es sich lohnt sein Wissen zu teilen den Kollegen zu vermitteln, wie das Social Web funktioniert, sie zu überzeugen das sie dadurch nur gewinnen können. Dazu bedarf es einer großen Unterstützung der Geschäftsführung und aller Abteilungsleiter!

Mach Dich zur Marke

Ich arbeite in einem Verlag mit vielen Redakteuren, die seit einigen Jahren zusätzlich fürs Web schreiben müssen. Und gerade die schreibenden Kollegen haben hier eine Riesenchance sich einen Namen im Web zu sichern. Such Dir Deine Nische, mach Dich zur Marke und Du wirst belohnt. Wer das verstanden hat, ist auf dem richtigen Weg.  Und wer Unterstützung braucht, fragt doch einfach seinen Social Media Manager – der hilft gern.

Mehr dazu wurde zum BarCamp6 geschrieben.