Facebook App und AOL Browser

Jetzt ist es raus: Es wird kein Facebook-Handy geben, sondern die App wird für die gestaltet, die in Facebook „wohnen“, so heißt sie auch: Facebook-Home. Im ersten Schritt ist die App nur für Android Geräte verfügbar, weil Apple so viel Eingriff in die heilige IOS-Technik nicht zulässt.  Was die App alles kann und will, hat Mark Zuckerberg gestern in Palo Alto vorgestellt.

Coverfeed: Bedeutet, dass man auch im Ruhezustand Fotos und Statusupdates von Freunden anschauen kann, wenn einem langweilig ist. Man muss also die App gar nicht erst starten und kann durch Doppelklick sofort liken oder kommentieren.

Chatheads: Ist wie eine Chatfunktion, die Anzahl der Nachrichten wird angezeigt, zusammen mit dem Foto des Users. Auch hier kann direkt in den Chat gegangen werden.

Notifications: Der Nutzer erhält eine Benachrichtigung über besonders wichtige Statusmeldungen angeteasert. Der vollständige Post kann durch Antippen gelesen werden.

Google Playstore: 1 Milliarden Facebook-Nutzer können nicht erreicht werden, darum wäre ein eigenes Betriebssystem oder Smartphone eher unsinnig. Die App wird  ab dem 12. April im Google Playstore zum Download zur Verfügung stehen. Apple Nutzer müssen sich noch gedulden. Android Nutzer haben die Wahl, ob sie die App dauerhaft installieren oder nur einmalig.
Facebook Phone: Wird es erst einmal nicht geben, aber was nicht ist, kann ja noch kommen. Die Zusammenarbeit mit HTC ist ja kein Geheimnis. HTC präsentierte auf der Pressekonferenz sogar ein eigenes Modell, das HTC First, das speziell auf Facebook Home ausgelegt ist und zum Kampfpreis von 99,99 US-Dollar in den Handel kommen soll.

Mobile Marketing: Anfangs wird die App werbefrei sein, aber auch das wird nicht dauerhaft so bleiben. Sponsored Ads werden sicher bald dezent auftauchen. Auch local based Targeting wird sicher eine Rolle spielen.

AOL Software hat mich verfolgt

Alles schön und gut, man darf gespannt sein, wie sich die App entwickelt, eines ist klar, sie wird die Facebook Nutzer noch stärker ans Portal binden. Wenn der Teil der Marketingstrategie aufgeht, werden sicher weitere Schritte folgen, wie die Apple App oder ein Facbook Handy oder sogar Browser.

Das erinnert mich an die Zeiten, als es außer AOL kaum andere Provider gab. Die Disketten und später CD´s von AOL waren überall präsent und die Installation total easy. Man gab eine Nummern-Zahlenkombination ein und hatte sogar noch 20 Freistunden, selbstverständlich nicht, ohne vorher seine Konto-Daten einzugeben. Der Vorteil war zugleich der Nachteil: Der Browser war unkaputtbar in der Registry gefangen und das Entfernden der AOL Software nur mit der berühmten Befehl: Format C möglich.

Irgendwie kam mir dieses grauenhafte AOL Erlebnis sofort in den Sinn, als ich von der Facebook-App hörte. Ich hoffe, der Vergleich hinkt und die APP frisst sich nicht durchs Betriebssystem.

Das ist ja ein iPhone besitze, warte ich erst einmal in aller Ruhe ab, was die Android Nutzer berichten werden, denn das werden sie reichlich tun.

Mehr zum Thema:
Aufdringliche APP

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2 Gedanken zu „Facebook App und AOL Browser

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