Quantified Self – ich tracke also bin ich..

Foto-4Mein Jawbone UP ist kaputt! Ein halbes Jahr lang hat es mich begleitet und mein Leben überwacht. 11.000 Schritte pro Tag sind mein Ziel, das ich oft, aber nicht immer erreicht habe. Ich bin also ein Quantified Self.
Die Knie OP vor 3 Wochen hat meine Schritte drastisch reduziert. Irgendwie fühlte ich mich wie ein Verräter, der teilweise nur 10 oder 20 % des Ziels erreicht hat. 

Aber von Anfang an: Früher war es die Pulsuhr, die mich bei meinen Läufen begleitet hat, dann irgendwann hat der Mi-Coach von Adidas guten Ersatz geleistet. Ich habe mich durch die Trainingsphasen damals sehr verbessert und mochte es, wenn mir eine Stimme ansagte, wie viele Kilometer ich gelaufen bin oder wie weit es noch bis zum Ziel ist. Jedesmal spannend, die getrackte Stecke zu analysieren,die Kurve zu sehen und zu vergleichen, ob und wie ich mich gesteigert habe.
Was mich nur ein wenig störte, war der Brustgurt und dass es manchmal Verbindungsprobleme gab, die Software war auch nicht immer zu 100 % ok. Aber alles in allem hat mich der Mi-Coach riesig nach vorne gebracht (als das Knie noch mitmachte..)

Apps bringen Dynamik ins Leben

Danach gab es dann tolle Apps wie Runtastic oder Endomodo. Hab ich natürlich auf dem Iphone. Ich tracke meine sportlichen Tätigkeiten und freue mich über Ergebnisse. Nicht nur das, ich sporne mich dadurch auch an. Noch 200 Meter mehr, noch ein wenig schneller…
Selbstverständlich habe ich eine Withings-Waage, die mein Gewicht speichert (sofern ich mich wiege). Bei Bedarf kann ich das twittern, was ich natürlich tue.. (NICHT). Sie misst auch Körperfett, Herzfrequenz und vieles mehr..

Jawbone kam in mein Leben

Seit letzten August habe ich dann Jawbone UP entdeckt und das hat mir richtig viel Spass gemacht. Ich muss es einfach nur tragen, kein Gurt, keine Internet-Verbindung, einfach nur am Handgelenk tragen. Ich kann das Band über eine App synchronisieren und so sehen, wieviele Schritte ich täglich gelaufen bin und wie viele Stunden ich geschlafen habe. Ich kann zusätzlich Aktivitäten hinzufügen und meinen Kalorienverbrauch messen.

Ich kann Mahlzeiten hinzufügen, ich kann andere Apps hinzufügen, mit IFTT ..(if this than that) kann ich in andere Kanäle triggern. Zum Beispiel: Wenn ich 10.000 Schritte erreicht habe, dann sende einen Tweet, klasse oder? Jawbone Apps Ja, ich kann eine ganze Menge damit machen. Und jetzt ist es kaputt 😦

Toller Support von Jawbone

Der Support von Jawbone ist allerdings zu empfehlen. Denn ursprünglich habe die Kappe verloren und ruckzuck eine neue bekommen, als sie jedoch da war, funktionierte das Jawbone leider nicht mehr.

Ich habe mich erneut an den Support gewendet und man hat mir ein neues Band versprochen, allerdings gibt es gerade Lieferschwierigkeiten, die Lieferzeit dauert zwei bis drei Wochen – leider. Ich muss mich also in Geduld üben. Das fällt mir schwer und vor allem muss ich meine Schritte jetzt schätzen.

Ach ja, ich habe ja noch die Fitbit -App auf dem iPhone, die kann ja auch zählen. Trotzdem.. Jawbone fehlt..

Warum Quantified Self?

Jetzt kann sich sicher die Frage stellen, wie sinnvoll es ist, sich ständig selbst zu kontrollieren und die Ergebnisse auch noch anderen zur Verfügung zu stellen? Das kann ich nur aus meiner nerdigen Sicht beantworten: Es macht mit Spaß, denn ich bin ein ergebnisorientierter Mensch, Quantified Self unterstützt diese Marotte Eigenschaft ungemein.
Es macht mich einfach ein Stück zufriedener. Ich freue mich schon auf Google Glass oder iWatch und was in Zukunft noch kommt.

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Empfehlungsmarketing im Social Web

Kunden gewinnen und Kunden binden

Die Autoren, Anne Grabs und Jan Sudhoff, beschreiben sehr ausführlich, wie ein Konsument heutzutage seine Produkte oder Dienstleistungen auswählt. Das fängt oft im Internet an und hört auch oft dort auf. Welchen Einfluss dieses Verhalten auf den stationären Handel hat und wie dieser die sozialen Medien nutze kann, wird in dem Buch dargestellt.

BildGegliedert in 5 Kapitel findet der Leser relevante Informationen zu folgenden Themen:

  • Der Handel im Wandel
  •  Social Commerce
  • Nutzen Sie Digitales Marketing
  • Mobile Commerce
  • Die Prinzipien des Handels
  • Strategien für den erfolgreichen Handel
  • Wichtige Tools für Onlinehändler und stationäre Händler

Der Handel im Wandel
beschreibt die Konsumentenreise – eine Reise, die jeder Händler  kennen sollte. Der Kunde informiert sich heutzutage vor dem Kauf eines Produktes oft ausführlich über die Vor- und Nachteile und vor allem über den Preis. Man vertraut den Bewertungen anderer Konsumenten und entscheidet dann: Vor Ort oder Online. Das Kapitel beschreibt, wie sich der Handel darauf einstellen kann und muss, um im Wettbewerb zu bleiben, über alle Kanäle und Geräte hinweg.

Social Commerce
Social Media als Servicekanal, als Angebotsträger, als Imagetransporter, als Informant. Beschrieben wird der Mix aus E-Commerce und Social Media. Was muss der Händler beachten? Wie kann ich den Onlinehandel stärken? Was bringen die Bewertungen für meinen Umsatz und wie bekomme ich Traffic auf die Seite. Fragen über Fragen, die hier gut und ausführlich beantwortet werden. Was mir gefällt: Statistiken, Grafiken und Beispiele untermauern die Aussagen. Best Practice Beispiele sind nachvollziehbar und erklären, wie die Praxis aussieht. Wertvolle Tipps für die Kundenbindung.

Nutzen Sie digitales Marketing
Ein unglaublich wichtiges Thema! Der stationäre Handel muss sich eine Multichannel-Strategie überlegen, um marktfähig zu bleiben. Die Autoren zeigen, welche Kanäle sich lohnen um, warum Google für den lokalen Händler wichtig ist und wie ich die Kunden sich vom Internet in den Laden bewegen. Eine anschauliche Darstellung, wie ich finde.

Mobile Commerce
Der Verbraucher greift vermehrt zu mobilen Endgeräten. Ob Smartphone oder Tablet, der Desktop-PC bleibt immer öfter unbenutzt. Die Darstellung der Produkte muss also „responsiv“ sein. Der Kunde will spontan unterwegs etwas kaufen. Darauf muss der Händler gefasst sein und seine mobile Strategie entsprechend ausrichten. Was dabei zu beachten ist, behandelt dieses Kapitel

Die Prinzipien des Handels
Die Prinzipien des Handels haben sich nicht wesentlich verändert, es kommt lediglich der digitale Effekt hinzu.Früher hat man sich auf die Meinung anderer verlassen, das ist heute noch genauso. Nur ist die Masse der Meinungen durch das Internet erheblich gestiegen. In diesem Kapitel wird erklärt, wie sich die Digitalisierung nutzen lässt. Und auch hier zeigen Best Practice Beispiele wieder wie es geht und mit welchen Instrumenten

Strategien für erfolgreiches Handeln
Der stationäre Handel kann auch über Social Media neue Kunden gewinnen. Welche Strategien dabei angewendet werden können, wird in diesem Kapitel behandelt.

Wichtige Tools für Onlinehändler und stationäre Händler
Es gibt nicht nur ein Tool für alles. Welche  Portale und Plattformen für den Handel in Frage kommen wird ausführlich beschrieben.

Das Buch ist für einen Händler gutes Handwerkszeug zum Einstieg ins digitale Marketing. Was ich besonders gut finde, dass man nicht das komplette Buch durcharbeiten muss, um das gewünschte zu finden. Jedes Kapitel ist in sich gut konzipiert und so ergibt sich ein Nachschlagewerk. Die Autoren berichten sehr praxisnah, was mir gut gefällt. Es gibt Hinweise zu Tools und Websites. Grafiken veranschaulichen das geschriebene. Händler oder Marketing/Social-Media-Verantwortliche sind mit diesem Buch gut beraten.

Wie man von Galileo Computing gewohnt ist, gibt es ein gutes Inhaltsverzeichnis und die farbliche Darstellung der einzelnen Kapitel. Das erleichtert das Auffinden von Beiträgen erheblich.

Mehr zum Thema:
Der Social Media Manager von Vivian Pein