Der BVCM traf sich am Wochenende in Berlin

Am letzten Wochenende trafen sich Mitglieder des BVCM.org in Berlin zur alljährlichen Hauptversammlung und dem dazugehörigen Workshop. Von den mittlerweile 178 Mitgliedern waren ca. 20 dabei um in Workshops das Berufsbild des Social Media Manager und des Community Manager zu fokussieren.

bvcm

Es ist bereits eine schöne und erfolgreiche Tradition, dass der BVCM mindestens jährlich zur Hauptversammlung einlädt. An dem Wochenende vom 25.4-27.4.2014 trafen wir uns in den Räumlichkeiten von Motor-Talk in Berlin um in angenehmer Atmosphäre einiges für die Verbandsarbeit zu tun.

Eines der mittelfristigen Ziele ist die Zertifizierung unserer Berufsbilder durch den Verband. Ben Ellermann 1. Vorsitzender betont die Wichtigkeit des BVCM und die steigende Nachfrage nach einer Zertifizierung für Social Media und Community Manager.
Wir haben uns in zwei Gruppen unterteilt, die folgende Aufgabe hatten.
  1. Erarbeitung einer Zertifizierungsvorlage die vom BVCM angeboten wird
  2. Erarbeitung von Stellenausschreibungen und Evaluierung der Berufsbilder „Social Media Manager“ und „Community Manager“
Dabei sollte auch das Berufsbild des Corporate Community Managers eine Rolle spielen, die wir jedoch nicht näher definiert haben.
Vorausgehend war die Aufgabenstellung, welche Kompetenzen benötigt werden um den Anforderungen des Marktes gerecht zu werden. Das warf direkt die nächste Frage auf: Wie sind die Anforderungen des Marktes?
Wir haben uns dazu zur Aufgabe gemacht, Stellenausschreibungen für das jeweilige Berufsbild zu formulieren, die auch den Personalverantwortlichen in den Unternehmen durch den Dschungel der vielfältigen Fähigkeiten führt.
Vivan Pein, die sich u.a. mit diesem Thema in der Vergangenheit auseinandergesetzt hat, hat dazu ein Kompetenzmodell entwickelt, dass Sie auch in ihrem Buch „Der Social Media Manager“ vorstellt.
Vorstand wurde erweitert
WIr haben beschlossen, den Vorstand um ein weiteres Mitglied zu erweitern. Stefan Evertz hat den PR-Part übernommen und bereits am Wochenende seine Ideen präsentiert.
Er wird sich u.a. um die Veröffentlichungen zu digitalen Themen kümmern. Dringend ist aus unserer Sicht auch die Überarbeitung unserer Website. Dazu werden wir einen Fachmann (oder Fachfrau) beauftragen.
Mein Fazit: Es war nicht nur schön, altbekannte und neue Menschen zu treffen und kennen zu lernen. Der Austausch ist immer wertvoller als jedes Seminar, dass man buchen kann.
Wir sind ein gutes Stück voran gekommen und freuen uns, dass wir unsere Ergebnisse schon bald präsentieren können.
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Think Content von Miriam Löffler

Die wichtigste Botschaft am Anfang: Für einen Texter  reicht es nicht mehr aus zu wissen, wie ein lesenswerter Text aufgebaut sein muss. Die Kenntnisse müssen ständig für das Medium Internet erweitert werden. Ohne grundsätzliche Kenntnisse über das Leseverhalten im Netz, ohne Suchmaschinenoptimierung, Technik und vor allem Online-Marketing kommt man nicht mehr aus. So Petra Meyer, Geschäftsführerin Ippen Digital Media.

Im Jahr 1993 gab es weltweit 130 Websites! Unfassbar, oder? Denn 2012 waren es bereits 630 Millionen. Täglich werden 3 Milliarden Suchanfragen gestellt.

Allein dieser Satz zeigt, wie wichtig es ist, dass Texte gut aufbereitet und vor allem gefunden werden.

Warum ist Content Marketing wichtig?

Werbebanner sucks! Fast drei Viertel aller Befragten, die auf einen Banner klicken sind unzufrieden.
Content ist die Basis für den Werbeerfolg
Ranking in den Suchmaschinen
Aufbau und Stärkung der Kundenloyalität
Konversionsraten und selbstverständlich Social Signals.

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Wer heutzutage Marketing macht, muss das einfach beherrschen. Mit Content überzeugen und viralisieren.

Realität? Schauen Sie doch mal in Ihrem Unternehmen, wie es dort läuft.

Google zwingt die Website-Betreiber gute Inhalte zu erstellen!

Wichtig ist, dass die Entscheider verstehen, wer welche Fähigkeiten mitbringt, die der Content-Strategie dienen. Denn guter Content ist kein Glücksfall

Ein Teil des Buches beschreibt die Einführung in die Content-Strategie.

Was sich so einfach anhört ist leider mit vielen Hürden und Hindernissen verbunden. Angefangen bei einer klaren Zielvorgabe, die oft fehlt, bis hin zu den üblichen Querelen wie Marketing-Alleingänge und mangelndes crossmediales Denken. Ziemlich praxisnahe Beschreibung.

Ein Audit-Briefing ist hilfreich bei der Bewertung und Beurteilung von Inhalten.
Mit 14 guten Gründen wirbt der Autor für das Audit und zeigt auf, die man die Bestandsaufnahme vorbereitet und durchführt. Ausführlich wird auch die Content-Planung beschrieben und wie der Content anschließend zu managen ist.

Ganz wichtig: Keine Content-Strategie ohne Social Media und nicht ohne SEO

Behandelt wird einfach alles:
Video-Content, User-Generated-Content, Fotos, Storytelling, Social-Media-Kampagnen, Corporate Blogs.

Für mich als Social Media Manager ist das Kapitel „Content fürs Mitmachweb“ besonders interessant. Die Autorin zeigt die Nutzungsmöglichkeiten auf und gibt Hilfestellung spezielle für Social-Media-Content-Strategie inklusiver der Plattformen

Alles in allem ein sehr komplexes Buch, dass sich sowohl an verschiedene Zielgruppen richtet:

  • Content-Verantwortliche wie Redakteure
  • Marketing Verantworliche
  • SEO Manager
  • Social-Media-Manager
  • Mitarbeiter aus PR und Kommunikation
  • Agenturberater

All diese Menschen sind gut beraten, sich „ihren“ Teil herauszusuchen. Das Glossar ist sehr hilfreich, insbesondere für Menschen, die bisher nicht im Web getextet haben. Ich richte mich größtenteils an Print-Redakteure, die online Texte verstehen müssen und diese auch im Alltag umsetzen müssen.
„Think Content“ liefert mir wertvolle Hinweise, die ich gern weitergebe. Mich persönlich unterstützen die gemachten Aussagen in meiner täglichen Arbeit, beherzigen sollten es aber die, die noch in immer noch in „Old-Style-Manier“ ihren Job machen und nicht wahrhaben wollen, wie viel Potential in einer ordentlichen Content-Strategie steckt.

Think Content von Miriam Löffler
Galileo Computing
ISBN 978-3-8362-2006-4