Die re:publica 2014 – mein Rückblick

Es war tatsächlich eine Premiere für mich. Ich war zum ersten Mal auf der re:publica, die vom 5.-8.Mai 2014 in Berlin stattfand. Wie erwartet habe ich viele Menschen getroffen die, genau wie ich, von digitalen Themen und Ideen getrieben werden. Mein Fazit: Klassentreffen, Austausch, Erfahrung, Netzwerken und jede Menge Input.

FotoViele, viele Speaker, mehr als 300 Vorträge, Tausende von Menschen. Ich gebe zu, mir hat der Kopf geraucht und ich musste mich erst einmal orientieren. Wenn man aber einmal im „Flow“ ist, geht alles wie von selbst. Die von mir favorisierten Vorträge und Sessions habe ich nicht alle besucht, dafür aber andere. Es gab willkommene Abwechslungen, z.B. durch tasteup, die mit mindestens zwei Whiskytastings die Hektik haben vergessen lassen.
Foto5 Da steht also die Whiskyfreunde auf dem „Affenfelsen“ und genießen herrlichen Single-Malt, den es hinterher zu bewerten galt. Ein echte Auszeit und auf den Gesichtern der Teilnehmer breitete sich eine wohliger Ausdruck aus, den man nur mit Whisky erreichen kann. Tolle Sache, wenn es auch nicht wirklich was mit der digitalen Masse zu tun hatte.

Steinstrategie – wer sich bewegt verliert.

Ganz besonders gut gefallen hat mir die Session von Holm Friebe, der seine „Stein-Strategie“ vorgestellt hat. Die Kunst, nicht zu handeln, so der Untertitel der Session. Er stellt sein Buch vor und redet vom „Imperativ des permanenten Wandels“. Als Beispiel nannte er eine Strategie von Kurt von Hammerstein-Equord, der seine Offiziere in vier Lager einteilte. Es gibt kluge, fleißige, dumme und faule Offiziere. Meist treffen zwei Eigenschaften zusammen.
Die einen sind klug und fleißig, die müssen in den Generalstab.
Die nächsten sind dumm und faul; sie machen in jeder Armee 90% aus und sind für Routineaufgaben geeignet.
Wer klug ist und gleichzeitig faul, qualifiziert sich für die höchsten Führungsaufgaben, denn er bringt die geistige Klarheit und die Nervenstärke für schwere Entscheidungen mit.
Hüten muss man sich vor dem, der gleichzeitig dumm und fleißig ist; dem darf man keine Verantwortung übertragen, denn er wird immer nur Unheil anrichten. Der Vergleich hinkt noch immer nicht.

Beckendahl, Lobo und „The Hoff“

Apropos nachdenken: Natürlich hat Markus Beckendahl zu recht darauf hingewiesen, dass wir achtsamer sein sollen. Nicht nur mit uns selbst, sondern natürlich auch mit unseren Daten, mit dem was wir von uns geben und was wir tun „Das Netz gehört uns!“ hat er gefordert, „lasst es uns zurück erobern“.

Und auch Sascha Lobo hat mit seiner „Ansprache an die Nation“ für einen vollen Saal auf der Stage 1 gesorgt. Mahnende Worte hat er gesprochen. Und vor allem hat er für den Bekanntheitsgrad der Bekassine gesorgt. Ob den Deutschen die Bekassine wichtiger ist, als die Netzneutralität wage ich zu bezweifeln. „Eure Eltern überweisen und ihr twittert“ – ein Weckruf an die dumpfen Konsumierer des Internets, die möglicherweise nicht über die Folgen nachdenken.

David Hasselhoff war bereits 1989 beim Mauerfall in Berlin. 25 Jahre später spricht er immer noch über Frieden, über Grenzen und über Freiheit und gesungen hat er auch, hab ich aber gar nicht mehr mitbekommen. Klar, der Mann ist Schauspieler, alles wirkte sehr einstudiert, aber er kam doch beeindruckend rüber.

NSA und der Ruf nach Freiheit für Snowden

Beeindruckt hat mich auch der Dialog zwischen Sarah Harrison und Alexa O´Brien. Die Wikileaks-Aktivisten saß im knielangen Rock mit weißer Bluse und wirkte so gar nicht wie eine, die nicht ganz unbeobachtet lebt. Sie spricht ganz gelassen und ist sehr konzentriert. Harrison berichtet darüber, wie Sie mit Snowden nach Moskau gereist ist. Auf die Frage, wohin er nach Ablauf seinen Asyls hingehen wird, hatte sie keine Antwort.. „Vielleicht nach Deutschland“. Ich denke keiner im Saal glaubt, dass es so sein wird.

Foto 1 Krieg und Feldmann, Social Media und Recht.

Wer denkt, dass Anwälte immer nur knochentrocken sind, kennt Thorsten Feldmann und Henning Krieg nicht. Die beiden haben die Bühne gerockt und auf humorvolle Art und Weise juristische Themen behandelt und Fragen beantwortet. Auch Kollege Thomas Schwenke war mit von der Partie und zeigte Humor.

Foto 3

 

Kreative Ideen oder ideenreiche Kreationen, die re:bulica 2014 war ein echter Push für mich. Ich kann gar nicht aufhören, darüber nachzudenken, was bereits alles möglich ist und noch möglich sein wird.

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