Warum Journalisten twittern sollten…

Ich nutze Twitter seit Jahren und weiß es als Instrument sehr zu schätzen. In meinem eigenen Verlag schule ich Redakteure und versuche ihnen gerade Twitter näher zu bringen. Jetzt hat Sebastian Brinkmann via @journalist_tool diese Frage diskutiert. Herausgekommen ist ein interessanter Beitrag.

twittter_headWer Twitter nur als Einweg-Push-Kanal nutzt, hat möglicherweise das Tool nicht verstanden. Denn um meinen Content überhaupt anderen zugänglich zu machen ist es notwendig:

  • eine kritische Masse an Followern zu haben und dazu
  • relevanten Content der auch für weitere Rezipienten interessant sein könnte

Das setzt natürlich voraus, dass ich genügend Follower habe. Gerad Twitter-Beginner kennen das Problem, nicht genügend Menschen zu erreichen. Das heißt also: Erst einmal bekannt werden und „Follower“ generieren.

Wem sollen Journalisten folgen?

Es gibt keine generelle Regel. Folgt dem, der Euch Informationen zu dem Thema liefert, dass gerade für Euch interessant ist. Im Falle eines Anzeigenblattverlages sind es insbesondere die lokalen Twitterer.

Gibt es Institutionen, Verkehrsgesellschaften, kulturelle Einrichtungen und Politker, die twittern? Es gibt inzwischen eine gute Übersicht von kleinen, mittelgroßen und großen Städten die aus dem Rathaus twittern  : Social Media im Rathaus.

Was macht die Konkurrenz, was gibt es Neues in der Umgebung?
Favorisiert Eure Informanten in Listen und beobachten deren Posts. Folgt Experten und Meinungsführern. Die Suche erfolgt über Twittertools wie twellow.com oder wefollow.com

Twittlist nicht vergessen! Hier werden Medien und Medienvertreter gerankt!

Twitter als Recherche Instrument

Vorsicht vor Retweets! Nicht einfach wahllos retweeten, was andere twittern. Achtet, besonders bei Personen des öffentlichen Lebens auff verifizierte Accounts. Diese sind durch ein blaues Symbol neben dem Nutzernamen gekennzeichnet.

wulff

Es sind bereits renommierte Nachrichtenanstalten darauf reingefallen. Beispiel: Christian Wulff: Der ehemalige Bundespräsident hat keinen Twitter Account. Dieser Fake Account jedoch mehr als 3000 Follower.

Man wird mit der Zeit sensibler und kann beurteilen, ob es sich um Fake-Accounts handelt. Zur Not andere fragen.

Suche und Listen nutzen

Um die vielen Tweets zu kanalisieren, macht es Sinn sich Listen anzulegen und die erweiterte Suche zu nutzen.

Tools nutzen

Tweetdeck oder Hootsuite erleichtern das Beobachten der Twitteraccounts und schaffen Zeit.

Fazit:

– Follow you, follow me
– Retweeten
– favorisieren
– in den Dialog treten
– relevante Inhalte twittern (abhängig von der Zielgruppe)
– aktiv sein!
Twittlist beobachten!

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s