Icebucketchallenge – Oder wie Viralität Gutes tun kann

Ich gebe zu, als ich die ersten Videos von Menschen gesehen haben, die sich Eiswürfel über den Kopf schütten, habe ich nur mit meinem Kopf geschüttelt und mich gefragt was das soll.
Die digitale Form eines Kettenbriefes, dem Idioten folgen. Erst als ich erfahren habe, dass diese Challenge die Menschen sensibilisieren soll und auf eine Krankheit aufmerksam macht, habe ich mich näher damit befasst.

ALS ist eine Krankheit an der vergleichsweise wenige Menschen erkranken, deren Verlauf jedoch schlimm ist. Zum ersten Mal habe ich aus dem Freundeskreis davon gehört. Der gute Freund einer Freundin war an ALS erkrankt.  Auch wenn ich nicht unmittelbar betroffen bin, habe ich doch immer wieder gehört, wie dramatisch der Krankheitsverlauf war. Matijas war Amateurfussballer bei Rot-Weiß Essen, er ist im letzten Jahr gestorben.

Es wird zu wenig über ALS geforscht und es ist gut, dass durch Icebucketchallenge darauf aufmerksam gemacht wird. Ohne Social Media Kanäle wäre das in dieser Form nicht möglich gewesen. Das ist die wieder einmal die gute Seite von sozialen Netzwerken, wie ich finde.

Kritik ist erlaubt

Natürlich gibt es viele Menschen, die die Nominierung annehmen und sich gar nicht darüber im Klaren sind, wozu dieser „Spaß“ eigentlich dienen soll. Ein prima Anlass zur Selbstdarstellung und sich endlich mal wieder so zu präsentieren, dass man auf jeden Fall Aufmerksamkeit bekommt, wie im Fall von Micaela Schäfer, die sich gern nackt zeigt, für einen guten Zweck versteht sich.

Es geht auch nicht darum, sich Wasser über den Kopf zu schütten, um zu zeigen, dass man kein Warmduscher ist. Es geht um Spenden, ganz einfach. Und darum auf Krankheiten aufmerksam zu machen, die unheilbar sind.

Für die ALS-Forschung wurden in USA bereits 32 Millionen Dollar durch die Challenge zur Verfügung gestellt. In Deutschland kamen bisher klägliche Beträge zusammen. Leider. Denn das zeigt genau das, was die Kritiker propagieren: Einfach den Hype mitmachen und nicht weiter darüber nachdenken. Schade, aber so sind die Menschen.

Icebucketchallengeals

Mir war klar, dass ich früher oder später ebenfalls nominiert werde und ich habe mir bereits Gedanken darüber gemacht, wie ich reagiere. Da ich zusammen mit drei Freundinnen nominiert wurde, war die Entscheidung schnell getroffen. Wir haben es getan
Es tat auch gar nicht weh, hat Spaß gemacht und ich nehme es ernst. Ich spende. Und wer mich kennt, weiß dass ich keinen Anlass benötige um zu spenden. Das mache ich regelmäßig, monatlich, außer der Reihe und einfach so. Und jetzt mal mit großem Tam-Tam.

Andere Organisationen beklagen, dass sich nun alle auf die ALS Stiftung fokussieren, darum werde ich an Ärzte ohne Grenzen spenden.

Und eines noch: Die, die sich verweigern und diese ganze Aktion blöd finden, keine Zeit oder keinen Bock haben, sollten wenigstens zeigen, dass sie sich nicht nur aufs Treppchen stellen und auf andere zeigen. Vielleicht erzählt ihr mal von Euren Heldentaten, wo helft ihr? Vielleicht Ehrenamtlich? So wie ich das zusätzlich noch mache. 

Also her mit den Geschichten und vor allem mit der Kohle! Jeder Cent zählt.

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