#webseidank #Blogparade – Was das Netz mir Gutes gebracht hat

Ohne das WWW hätte ich nicht diesen Job. Ohne Internet würde ich nicht die vielen Menschen kennen, die ich im Netz kennen gelernt habe. Als ich über meine Berufswahl nachdachte, hatte ich keine Ahnung, dass ich mal durch und durch digitalisiert bin.

Seit fast 20 Jahren bin ich nun schon beruflich mit dem Internet verbunden, denke manchmal an die Zeiten von Modem und AOL zurück und freue mich darüber, wie die Entwicklung voran gegangen ist und wir alle ständig dazu lernen dürfen.
Heute ist man ja auch nicht mehr der Außenseiter, der „irgendwas in diesem Internet“ macht, wahrscheinlich Websites programmieren, was sonst. Das Internet gehört zum Leben.

Web 2.0 schafft Nähe

10 Jahre ist es bereits her, dass wir über den Begriff Web 2.0 geredet haben, dass es echte Communities gibt, obwohl ich Newsrooms seinerzeit auch schon als Austausch empfand, denn es gab auch da schon Foren für alles und jeden.
Ich habe ungefähr 2006 mit dem Bloggen angefangen. Mein erstes Blog „Der alltägliche Wahnsinn“ hat mir Spaß gemacht, es waren Geschichten und Erlebtes von mir. In der Zeit habe ich einige Blogger kennen gelernt. Man hat sich darüber gefreut, dass die Blogroll wächst, sich gegenseitig Stöckchen zugeschmissen und das Leben der anderen mitbekommen. So sind damals erste Freundschaften zu Menschen entstanden, die ich niemals auf anderem Weg kennen gelernt hätte. In diesem Jahr bin ich vom Online-Marketing zum Community-Management gewechselt

Twitter und Facebook

Community Manager gab es zu der Zeit nicht viele. Auf der Suche nach Gleichgesinnten, habe ich als erste Linda Konter kennen gelernt, die Community Managerin bei Unicum war. Wir sollten einige Jahre später Kolleginnen werden, was wir damals nicht ahnen konnten. Zum Glück gibt es das Web. 🙂
Twitter war das soziale Netzwerk was ich bereits vor Facebook genutzt habe, zu Facebook kam ich erst 2009.
Die ersten Facebooker mit denen ich mich befreundet habe, waren Freunde, die ich Anfang der 90er Jahre in Neuseeland sucht habe und zu denen ich komplett den Kontakt verloren habe. So findet man sich wieder und das viele Jahre später und tausende von Meilen voneinander entfernt und bis heute virtuell in Kontakt.

Communities, Barcamps und Digiheads

Durch den Job, habe ich mehr Community Manager kennen gelernt. Das war die Geburt des BVCM. Danke vielmals bis heute an die Gründungsmitglieder: Tom Nöding, Marc Ralea, Silke Schippmann, Daniel Langwasser und Linda Konter.
Auf einmal bekamen die Internet-Menschen Gesichter. Wir trafen uns, tauschten uns aus und hatten Spaß. Besonders das Community Camp in Berlin wurde zum Ort der Begegnung, zum Klassentreffen. Bis heute.
In den vielen folgenden Jahren habe ich zahlreiche Barcamps und die Republica erlebt und dabei ganz viele Menschen kennen gelernt. Es sind Freundschaften entstanden, die ich nicht missen möchte.
Was mir besonders am Herzen liegt, ist immer noch das von Sandra Schink initiierte Projekt „Digiheads“ . So viel Spaß, so tolle Menschen und für mich so nachhaltig, ich bin sicher, daraus wird noch mehr.

In Freud und Leid

Wir alle wissen, dass es  auch die Kehrseite der Medaille gibt. Besonders wenn man als Community Manager tätig. Irgendwann kommt vermutlich jeder in diesem Job an den Punkt, an dem man nicht mehr neutral sein kann.
Wenn die Haut dünn wird, wird man angreifbar, Gedanken, die sich in den Kopf schieben, die Dich selbst erschrecken. Denn keiner ist ständig stabil und ausgeglichen. Wenn dann der Frust und die Grübelei nicht mehr aufhört, wenn Dein Job Dein Leben bestimmt, dann wird es Zeit….
So ging es mir eines Tages auch, ich bin eine Weile ausgestiegen und habe dann beschlossen diesen Job zu kündigen. Die beste Entscheidung, die ich machen konnte. Ich habe dann als Social Media Consultant zusammen mit Linda bei der Douglas Holding gearbeitet, eine großartige Zeit.

Bis heute arbeite nicht mehr am „offenen Community-Herzen“ und bin froh darüber. Dennoch hilft genau dieser harte Weg zu verstehen, wie Communtiies ticken und nur so kannst Du auch das Thema Social Media behandeln. Ohne die Praxis bleibt es eben immer nur Theorie.

Zeigst du wirklich, wie Du bist?

Es passiert aber heute noch, dass mich Ereignisse mitnehmen, betroffen machen, die mich mitleiden lassen. Denn je enger man vernetzt ist, umso mehr bekommt man mit, was die Menschen im eigenen Netzwerk tun, wie sie denken und ticken, velleicht nur ansatzweise. Wie echt das ist, wissen wir nicht voneinander.

Gerade in den letzten Tagen habe ich erlebt, wie eng meine Netzfreunde zusammenrücken, wie verständnisvoll und mitleidend man sich unterhält, miteinander chattet und einfach füreinander da ist. Danke an die, mit denen ich meine Gedanken teilen konnte. Die, die es lesen, wissen wer gemeint ist.

#webseidank – ohne das Web würden meine Gedanken viele Bücher füllen, die keiner lesen würde.

Dieser Beitrag entstand aufgrund der Initiative von Annette und Thomas von unserleben.digital 
Ich bin gerne dabei und freue mich auf spannende weitere Möglichkeiten, die das Web bietet.
In Erinnerung an Johannes Korten: „Das Netz ist ein guter Ort“ wenn man es gemeinsam dazu macht.  #webseidank

Community-Camp Berlin #ccb14

Wie immer im Oktober fand auch in diesem Jahr wieder das beliebte Community Camp in Berlin statt. „Klassentreffen“, „Treffen mit Freunden“ und natürlich Erfahrungs- und Leidensaustausch. Neue Learnings und jede Menge netzwerken steht dabei im Vordergrund.

Am Freitag wurde das traditionelle Warm up im The Pub am Alex – Möpse trinken Bier zelebriert. Das Motto Blog´n´ Burger wurde im Vorfeld, während des Warum up und auch im Nachhinein schön bei Twitter begleitet. Es gab interessante Gespräche über coole Projekte, ein guter Einstieg für den nächsten Tag.

Frühstück

Frühstück beim Camp

Sessionplanung

Sessionplanung abgeschlossen – jetzt gehts los

Für mich fühlte es sich bereits am Samstag so voll wie noch nie. Entsprechend lange dauerte die Vorstellungsrunde bis es in die Sessionplanung ging. Dann ging es auch schon wieder los mit der Qual der Wahl: Welche Sessions nehme ich? Denn bekanntlicherweise sind ja immer die Sessions, die mich am meisten interessieren im gleichen Timeslot.

Recht, Recht, Recht und internes Community Management

Als erste Session habe ich also die von Thomas Schwenke gewählt: Recht, Recht, Recht. Erwartungsgemäß gut besucht, lohnt sich aber immer!

Lifecycle

Lifecycle bei Bosch

Wimmelbild

Wimmelbild in groß

Und statt der Session von Uli Gelsen (er möge mir verzeihen) bin ich direkt im Bosch Raum sitzen geblieben und habe mich über das spannende Projekt von Bosch „Internal Community Management“  informiert. Katharina Perschke und Kollegen haben anhand von überdimensionalen Wimmelbildern die Arbeit des Community-Managers visualisiert. Katharina ist für die Umsetzung der E20 Lösungen im Unternehmen zuständig. Bosch bildet daher interne Community Manager aus, die auch zertifiziert werden. Der Lifecycle dient dabei der Orientierung. Klassse!

Alexander Felsenberg hat als Thema „Corporate Change“ vorgestellt, auch diese Session war sehr gut besucht. Die Erkenntnis: In vielen Unternehmen herrscht die gleiche Problematik, denn die Arbeit und der Tätigkeitsbereich von Social Media Managern (und anderern Weltverbesserern)  wird oft nicht erkannt bzw. nicht ins Unternehmen integriert. Hier hilft nur ein Top-Down-Delegation.

Poppen.de sorgt für Lacher

Noch voller wurde es bei der Session von Poppen.de. Das Interesse an diesem Dating-Portal war groß, sei es wegen des Umgangs mit dem FSK18 oder des Community-Managements. Christian und Christoph haben geduldig Rede und Antwort gestanden. Der Jugendschutz ist vorbildlich und als Schmankerl wurde ein Jahr VIP Mitgliedschaft verlost.  Wer den besten Anmachtweet an @ schreibt konnte gewinnen.

Nicht unerwähnt lassen möchte ich, dass Fanpagekarma uns auch in diesem Jahr wieder mit dem Community-Camp-Freunde-Buch versorgt hat. Inklusive dem superschweren Kreuzworträtsel. Richtige Einsender können 1×3 Monate die Fanpage Karma Business Version gewinnen! I love it!

Cat Content made by Humans

Fanpagekarma dieses Mal ohne Einhorn, aber mit Katze.

Auch Pixoona war am Start und hat uns allen mal wieder Freude bereitet, denn wir durften mit Bart oder Brille zeigen, was in uns steckt.

Am Samstag nach der letzten Session gab es lecker Essen und Trinken im Loft. Danke an die Sponsoren, die dafür gesorgt haben, dass wir es uns gut gehen lassen konnten. Wer immer noch nicht genug hatte, hat sich beim traditionellen Hechtsprung den Rest gegeben. Hier findet Ihr die Tweets dazu.

Bloody Sunday

Der Sonntag ist dann dank der samstäglichen Ereignisse in der Regel beschaulicher. Ich möchte mich aber ganz herzlich bei Stefan Evertz für die spannende Session über die Analyse/Monitoring-Tools bedanken.

Die Organisation war wie immer super und das Team  (Vivian, Frank, Oliver, Christian) dahinter hat es nicht immer leicht. Denn bei aller Freude und allem Happiness wundert es mich doch immer wieder, dass erwachsene Menschen nicht in der Lage sind:

1. Ihren eigenen Müll zu entsorgen
2. auch mal an andere denken und nicht doppelt und dreifache Portionen essen
3. einfach mal rücksichtsvoll sein
Das kann nicht oft genug gesagt werden.

Meine Erkenntnis: Tolle Sessions wie immer, tolle Leute, wie immer und auch wie immer: Ich habe viel zu viele Sessions verpasst, weil es viel zu viele spannende Themen gab. Also wie immer.

Herzlichen Dank an die Sponsoren: BVCM, Holiday-Check, Motor-Talk, Rossmann, Cimdata, Bionade, Mixxt, Likies, Bosch, gutefrage.net, Socialhub und viele andere.

Auf 2015 – ich freu mich jetzt schon.