Das BarCamp Köln 2016

IMG_7294
Am 3. und 4. September 2016 fand das BarCamp in Köln statt. Für mich war es das erste Mal in Köln. Vorweg gesagt: Die Organisation war wieder einmal perfekt, die Location hat mir gut gefallen, besonders weil es keinen Parkplatz Stress gab.

Was nehme ich aus diesen beiden Tagen mit? Wie immer war es für mich auch ein Treffen mit Freunden, ganz wichtig. Aber auch neue Leute kennen lernen, Austausch, voneinander lernen, spannende Sessions.

Welche Session ist geeignet?

Die Qual der Wahl – welche Session nehme ich? Am Samstag habe ich mich für ein Thema entschieden, was mir selbst nahe liegt und worüber ich erst in der letzten Woche geschrieben habe. Community-Management in Redaktionen. Die Diskussion wurde von Christine Badke und ihrer Kollegin Izabela Koza vom Kölner Stadt-Anzeiger geführt. Nichts, was ich nicht bestätigen kann.

Für mich persönlich ein guter Sessioneinstieg, denn das alles erlebe ich genauso täglich. Immer wieder erstaunlich, wie homogen die Trolle dieser Welt sind.

Pay what you want? Mit diesem Titel hat mich Christian Müller neugierig gemacht. Für Freiberufler ein Risiko, aber auch eine Chance. Wir haben sogar darüber diskutiert, welchen Sinn es für Unternehmen macht? Ich denke, auch das ist mal ein mutiger Ansatz, den man verfolgen kann. Danke für die anregende Diskussion

Fremdsprachen schnell und effektiv lernen

Nur 20 Minuten am Tag investieren und damit eine Fremdsprache lernen. Iason hat viel Erfahrung damit, denn er ist ein Grieche, hat holländische Wurzeln und lebt in Deutschland. Er weiß also wovon er spricht.
Er hat nicht nur aus eigener Erfahrung gesprochen, es kamen auch von den anderen Teilnehmern viele hilfreiche Tipps. Netflix unterstützt die Serie Narcos mit Spanisch-Lektion in Kooperation mit Babbel.
Bücher wurden empfohlen: Fluent in three Month, diverse Methoden von Langenscheidt bis hin zur Birkenbihl Methode.
Danke für die vielen Tipps.

Zweiter Tag – neue Sessions

IMG_7301

Wieder mal enstpannt nach Köln gefahren und fit und gespannt auf neuen Input. Ich war wohl nicht die Einzige:

Scum – wie kann man mit dieser agilen Methode ordentlich arbeiten? Ich arbeite nicht mit Scrum, leider, dennoch hat mich die Session interessiert. Wie in den Rollen agiert wird, scheint mir sehr durchdacht zu sein. Leider kann ich das praktisch gar nicht anwenden. Schade, aber die Anregung mit mehr damit zu beschäftigen habe ich mitgenommen

Facebook Powereditor

Darauf habe ich mich richtig gefreut. Martin Maubach erklärt den Power Editor. Für mich ein superspannendes Thema. Ich habe echt viel gelernt in dieser Session. Danke für das Beispiel, wie man 30.000 Burger über Facebook verkauft, war beeindruckend.
Erst mal am nächsten Tag ausprobiert, wie es funktioniert. Danke dafür

Was passiert eigentlich mit dem „POS“ und wie schafft es der lokale Handel, Kunden dorthin zu bekommen. Diese Diskussion führte Kathrin mit interessierten anderen Teilnehmern.
Worüber sich alle einige waren: Schöne Nischenläden und individuelle Fachberatung verschwindet immer mehr aus den Innenstädten. Statt dessen gibt es nur noch Filialisten, die überall in Europa zu finden sind.
Das Internet ist natürlich die größte Konkurrenz. Eine echte Lösung gab es nicht, aber spannende Hinweise und eine gute Diskussion.

Nebenbei wurde auf dem Gelände von QSC noch ein Lockmodul geworfen und es wurden noch Pokemons gejagt. An diesem Tag gab es einige Newbies, die sich über Taubsis, Rattfratz und Habitaks gefreut haben. Lass uns spielen 🙂

Ich habe dann noch ein Stündchen am Check In Schalter verbracht und mich nett unterhalten. Danach gab es die Abschlusssession.
Danke an alle Organisatoren, Beteiligten, Sponsoren etc.

 

Des Nächtens texten: Communtiy-Management

Ich gehöre zu den Menschen, die manche Nächte einfach mal wach verbringen. Heute ist mal wieder so eine Nacht.  Statt mich hin- und her zu wälzen, meiner Grübeleien hinzugeben und wütend  zu werden, werde ich doch lieber kreativ und schreibe.

Es geht mich seit Tagen durch den Kopf: Was hat sich in der digitalen Kommunikation verändert und wie kann man es begreifen?

Der Ton macht die Musik, dieser Spruch birgt soviel Wahres und Mama hatte auch recht damit. Im Social Web ist der Ton verdammt schräg geworden. Es wird beleidigt, verhöhnt und regelrechte Hasstiraden ergießen sich über alles und jeden, der zu seiner Meinung steht. Dabei ist es unerheblich welche Meinung es ist, irgendwer ist schon mit einer Behauptung, einem Link zu wahrhafter Berichterstattung oder mit Infos aus seriösen Quellen, ranghohen, (aus Wirtschaft und Politik) guten Freunden (die nicht genannt werden wollen) und bestenfalls aus eigener Erfahrung, dabei.

Guter Community-Manager, schlechter Community Manager?

Diese Kommentare oder Beiträge neutral zu bewerten fällt nicht immer leicht. Ich will jetzt nicht wieder darüber lamentieren, wo Meinungsfreiheit aufhört und Verschwörungstheorien anfangen. Darüber gibt es reichlich zu lesen. Vielmehr ist mir wichtig, dass der Community Manager den richtigen Ton trifft. Soll er genauso schräg zurück argumentieren oder muss er immer nur sachlich und freundlich sein. Selbst wenn er als „Praktikant“ „Jungspund“ oder „Ahnungslose Aushilfskraft“ beschimpft wird. Das sind noch die harmlosen Bezeichnungen.

Ich habe meine eigene Meinung dazu

Sachlich schlägt Aggressiv, immer richtig. Argumente kann man mit Gegenargumenten in einer sachlichen Diskussion darlegen. Damit fährt man immer gut, das sollte erste Priorität haben.

Persönliche Beleidigung hinnehmen? Wer angegriffen wird, wehrt sich im ersten Reflex, das ist menschlich. Als Community Manager musst Du unter Umständen so einiges einstecken. Erlebt jeder, der diesen Job einmal gemacht hat. Hier unterscheide ich wieder zwischen:
Beleidigung im Social Web, z.B. bei Facebook: Wenn überhaupt, stecken nur die Initialen des Administrators hinter einem Kommentar, selten ein Gesicht. Somit die Beleidigung nicht persönlich zu nehmen. Wer kann sich aber davon freisprechen, dass er es nicht doch als Angriff auf seine Persönlichkeit nimmt? Selbst wenn der Kommentar da lautet: Ihr von xyz seid doch alle nur Marionetten, die von „ganz oben“ gesteuert werden. Ihr müsst das ja sagen, ihr Feiglinge (harmlos).

Beleidigungen in Foren oder auf eigenen Plattformen: Hier gehts oft ans eingemachte. Du zeigst Dein Gesicht und Deinen Namen, Du machst Dich natürlich auch unbeliebt, sobald Du bei brisanten Themen diskutierst oder moderierst.

„Ich habe doch lediglich gesagt, dass Herr abc ein dämliches Arschloch ist, das ist meine Meinung. Und Du zensierst das weg. Hat Dir wohl Dein Chef befohlen? Oder bist du so ein linker Gutmensch, der die Wahrheit nicht vertragen kann? Nutzt Deine armselige Macht hier aus um mir meine Meinung zu verbieten.“

Mh, jetzt sachlich bleiben, oder darf ich an dieser Stelle auch mal so richtig pampig werden, zumal dieser User schon immer gern gegen mich schießt und ich ihm gerne verbal eins verpassen möchtest?

Bleib cool

Es ist nicht einfach, denn wir alle sind Menschen, wir sind nicht immer in der gleichen Gefühlslage, haben unsere verwundbare Stelle und sind auch mal wütend, aggressiv und ungerecht.
Sachlichkeit schlägt Dummheit. So meine Erfahrung. Ich habe aber auch schon ganze Nächte wach gelegen und vor Wut geschäumt, weil mich ein dicker alter Mann einfach mal so beleidigt hat im Web. Und selbstverständlich hat er schnell Claqueure gefunden, die den gleichen Ton angeschlagen haben.
Und ja: Ich habe zurück geballert. Unsachlich, unreflektiert.
Das gehört dazu. Du bekommst selbstverständlich eine Woge von Hohn, Spott und Häme zurückgespült. Das kann selbst der dümmste User.

Einmal die Erfahrung gemacht, hast Du was für Deine weitere Karriere gelernt. 

In vielen Fällen lieber einmal durchatmen, einen Kollegen bei der Formulierung um Hilfe bitten und sachlich bleiben.

Oder Ignorieren und strategisch schweigen. Oder besser nicht alles hinterfragen oder lesen.
Ignorance is bliss.
In diesem Sinne. Gib Trollen eine Chance!

#webseidank #Blogparade – Was das Netz mir Gutes gebracht hat

Ohne das WWW hätte ich nicht diesen Job. Ohne Internet würde ich nicht die vielen Menschen kennen, die ich im Netz kennen gelernt habe. Als ich über meine Berufswahl nachdachte, hatte ich keine Ahnung, dass ich mal durch und durch digitalisiert bin.

Seit fast 20 Jahren bin ich nun schon beruflich mit dem Internet verbunden, denke manchmal an die Zeiten von Modem und AOL zurück und freue mich darüber, wie die Entwicklung voran gegangen ist und wir alle ständig dazu lernen dürfen.
Heute ist man ja auch nicht mehr der Außenseiter, der „irgendwas in diesem Internet“ macht, wahrscheinlich Websites programmieren, was sonst. Das Internet gehört zum Leben.

Web 2.0 schafft Nähe

10 Jahre ist es bereits her, dass wir über den Begriff Web 2.0 geredet haben, dass es echte Communities gibt, obwohl ich Newsrooms seinerzeit auch schon als Austausch empfand, denn es gab auch da schon Foren für alles und jeden.
Ich habe ungefähr 2006 mit dem Bloggen angefangen. Mein erstes Blog „Der alltägliche Wahnsinn“ hat mir Spaß gemacht, es waren Geschichten und Erlebtes von mir. In der Zeit habe ich einige Blogger kennen gelernt. Man hat sich darüber gefreut, dass die Blogroll wächst, sich gegenseitig Stöckchen zugeschmissen und das Leben der anderen mitbekommen. So sind damals erste Freundschaften zu Menschen entstanden, die ich niemals auf anderem Weg kennen gelernt hätte. In diesem Jahr bin ich vom Online-Marketing zum Community-Management gewechselt

Twitter und Facebook

Community Manager gab es zu der Zeit nicht viele. Auf der Suche nach Gleichgesinnten, habe ich als erste Linda Konter kennen gelernt, die Community Managerin bei Unicum war. Wir sollten einige Jahre später Kolleginnen werden, was wir damals nicht ahnen konnten. Zum Glück gibt es das Web. 🙂
Twitter war das soziale Netzwerk was ich bereits vor Facebook genutzt habe, zu Facebook kam ich erst 2009.
Die ersten Facebooker mit denen ich mich befreundet habe, waren Freunde, die ich Anfang der 90er Jahre in Neuseeland sucht habe und zu denen ich komplett den Kontakt verloren habe. So findet man sich wieder und das viele Jahre später und tausende von Meilen voneinander entfernt und bis heute virtuell in Kontakt.

Communities, Barcamps und Digiheads

Durch den Job, habe ich mehr Community Manager kennen gelernt. Das war die Geburt des BVCM. Danke vielmals bis heute an die Gründungsmitglieder: Tom Nöding, Marc Ralea, Silke Schippmann, Daniel Langwasser und Linda Konter.
Auf einmal bekamen die Internet-Menschen Gesichter. Wir trafen uns, tauschten uns aus und hatten Spaß. Besonders das Community Camp in Berlin wurde zum Ort der Begegnung, zum Klassentreffen. Bis heute.
In den vielen folgenden Jahren habe ich zahlreiche Barcamps und die Republica erlebt und dabei ganz viele Menschen kennen gelernt. Es sind Freundschaften entstanden, die ich nicht missen möchte.
Was mir besonders am Herzen liegt, ist immer noch das von Sandra Schink initiierte Projekt „Digiheads“ . So viel Spaß, so tolle Menschen und für mich so nachhaltig, ich bin sicher, daraus wird noch mehr.

In Freud und Leid

Wir alle wissen, dass es  auch die Kehrseite der Medaille gibt. Besonders wenn man als Community Manager tätig. Irgendwann kommt vermutlich jeder in diesem Job an den Punkt, an dem man nicht mehr neutral sein kann.
Wenn die Haut dünn wird, wird man angreifbar, Gedanken, die sich in den Kopf schieben, die Dich selbst erschrecken. Denn keiner ist ständig stabil und ausgeglichen. Wenn dann der Frust und die Grübelei nicht mehr aufhört, wenn Dein Job Dein Leben bestimmt, dann wird es Zeit….
So ging es mir eines Tages auch, ich bin eine Weile ausgestiegen und habe dann beschlossen diesen Job zu kündigen. Die beste Entscheidung, die ich machen konnte. Ich habe dann als Social Media Consultant zusammen mit Linda bei der Douglas Holding gearbeitet, eine großartige Zeit.

Bis heute arbeite nicht mehr am „offenen Community-Herzen“ und bin froh darüber. Dennoch hilft genau dieser harte Weg zu verstehen, wie Communtiies ticken und nur so kannst Du auch das Thema Social Media behandeln. Ohne die Praxis bleibt es eben immer nur Theorie.

Zeigst du wirklich, wie Du bist?

Es passiert aber heute noch, dass mich Ereignisse mitnehmen, betroffen machen, die mich mitleiden lassen. Denn je enger man vernetzt ist, umso mehr bekommt man mit, was die Menschen im eigenen Netzwerk tun, wie sie denken und ticken, velleicht nur ansatzweise. Wie echt das ist, wissen wir nicht voneinander.

Gerade in den letzten Tagen habe ich erlebt, wie eng meine Netzfreunde zusammenrücken, wie verständnisvoll und mitleidend man sich unterhält, miteinander chattet und einfach füreinander da ist. Danke an die, mit denen ich meine Gedanken teilen konnte. Die, die es lesen, wissen wer gemeint ist.

#webseidank – ohne das Web würden meine Gedanken viele Bücher füllen, die keiner lesen würde.

Dieser Beitrag entstand aufgrund der Initiative von Annette und Thomas von unserleben.digital 
Ich bin gerne dabei und freue mich auf spannende weitere Möglichkeiten, die das Web bietet.
In Erinnerung an Johannes Korten: „Das Netz ist ein guter Ort“ wenn man es gemeinsam dazu macht.  #webseidank

Das DJV-Journalistencamp in Köln

Am 2. Juli 2016 fand in der HMKW in Köln das Journalistencamp 2016 statt. Ein Format, das den meisten Journalisten nicht sehr geläufig sein dürfte. Darum umso spannender zu sehen, wer sich auf den Weg nach Köln gemacht hat. 

Der DJV hat als Thema Digitalisierung in der Medienbranche ausgesucht, darum ist ein Barcamp aus meiner Sicht auch das geeignete Format. Auch bei der Location hat sich der DJV Gedanken gemacht und diese gut gewählt.

Um 9:00 Uhr standen wir also an der Anmeldung. Wie bei jedem Barcamp wurde Dein Name auf einer Liste abgehakt und es gab ein Namensschild. Lustigerweise nur der Nachname, für jeden Teilnehmer gab es eine DJV-Tasse (Der Journalist die eierlegende Wollmilchsau) auf der ebenfalls ein Schildchen mit dem Nachnamen aufgeklebt war.

 

Das ist ungewöhnlich, denn auf Barcamps duzt man sich und wichtiger als der Nachname ist eigentlich das Twitter-Handle. Nun gut, es ist ja das erste Mal.

Es stand ein reichhaltiges und gutes Frühstück bereit. Croissants, Laugenbrezeln und Muffins, Tee, Kaffee, Säfte und Wasser. Selbst Soja-Milch stand zur Verfügung. So ließ es sich schon mal gut netzwerken, quatschen, Bekannte treffen und sich mit der Umgebung vertraut machen.

Nenne mir drei Hashtags..

Die Vorstellungsrunde lief in Barcamp Manier ab, drei Hashtags, Name, Twitter fertig. Es war nicht überraschend, dass es viele Kollegen gab, die zum ersten Mal ein Barcamp besuchten und sich damit noch nicht so recht anfreunden konnten. Wenn es dann Journalisten sind, die gerne ausschweifen, können die Hashtags auch schon mal länger werden.
Der Moderator (dessen Namen ich leider vergessen habe) erwähnte dann bei seiner Vorstellung, dass man sich ja bei einem Barcamp duzt, für alle Neulinge. Großes Gelächter bei den alten Hasen, die das Namensschild auch belustigend fanden. Aber egal. Sowas passiert eben.

 

Sessions noch und nöcher

Die Sessionplanung lief glatt und mit vielen spannenden Themen. Da war der nette Timo Stoppacher (@CGNTimo) mit seiner superhilfreichen WordPress-Session.
Es wurde über Evernote, Google und Social Buzz geredet. Aber auch typische Themen, die insbesondere für freie Journalisten spannend waren, wurden behandelt. Die KSK, Snapchat in einer Zeitungsredaktion, Honorare und natürlich Selbstmarketing.
Die Sabine von ferngeweht hat erzählt, wie man mit Blogs Geld verdienen kann. Spannende Session.

Googlen wie die NSA

Die Kunst der Recherche ist ein Thema, dass alle Journalisten immer wieder bewegt. Aber wie kann ich aus Google mehr herausbekommen als andere? Welche Suchmaschinen gibt es noch und viele andere spannende Fragen hat Hektor Haarkötter (@Medienhektor) den interessieren Teilnehmern nahe gebracht.

Um auch das noch einmal zu erwähnen: Das Mittagessen fand ich auch gut.

Herzlichen Dank an die Sponsoren und vor allem an die Organisatorinnen:
Ute Korinth  und  Christina Quast   Ich freue mich auf DJVCamp17

Mehr zum Thema:
Fit für Journalismus 

Die Republica 2016 rpTEN in Berlin

RpTEN bedeutet 9 Jahre Republica. Und nie war sie so voll wie in diesem Jahr. Mehr als 8000 Besucher schoben sich 3 Tage lang durch die vielen Hallen der Station am Gleisdreieck in Berlin. Bei der Fülle der Sessions war es gar nicht so einfach, das geeignete Panel zu finden. Gefühlt ging es allen anderen ebenso und so stand man viel zu oft vor bereits vorher überfüllten Räumen, die alternative Session war oft ebenso besetzt. Glücklicherweise spielte das Wetter mit und im Innenhof zu netzwerken ist mindestens genauso spannend.

IMG_5519

Trotzdem schade, wenn die Tweets aus den Vorträgen vielversprechend klingen. #rpTen

Das Motto der diesjährigen Veranstaltung war clever durchdacht: Selbstreflektion.
RpTEN – im Spiegel gelesen NET. Spiegel gab es reichlich. Spiegelnde Namens-Badges, Spiegelnde Ballons und ein Spionagespiegel im Cube auf dem Hof. Soviel zur Location, die einfach nur wie gemacht ist für dieses Mega-Event.

Jonny, Tanja und Markus sind die Gesichter der re:publica. Zur Eröffnung standen sie auf der Stage 1 und schienen selbst überwältigt von den vielen, vielen Menschen die dort saßen. 10 Jahre Re:publica – Wahnsinn… 

Von kleinen Gesprächen in der Networking Area, den Lightning Talks, bis hin zu ganz großem Kino auf der Stage 1 war alles dabei. Einer der absoluten Zugpferde ist Gunter Dücks, der in diesem Jahr mit seinem Cargo-Kult mal wieder den Finger in die Wunde und die Management Methoden der meisten Unternehmen Ad absurdum geführt hat. „Wenn Firmen etwas besonderes schlecht können, lassen Sie es auf Tassen drucken. Team Innovation! und so weiter..

Leider sind nicht die, die sich ertappt fühlen sollten anwesend. Die müssen ja regieren und haben für diesen Internet Quatsch keine Zeit.

Snapchat, VR und Hate Speech

Ganz großes Thema 2016: Hate Speech, Community Management, VR an jeder Ecke und vor allem Snapchat. Auf der letzten Republica noch als Teenager Netzwerk von den „alten Hasen“ belächelt, rannten sie in diesem Jahr zu jeder Session, die im Zeichen des Geistes stand. Angestrengt ins Smartphone starrend, drücken und wischen sie auf dem Display herum um dann verzweifelt zu fragen: „wer kann das denn jetzt sehen und wie lange?“ Tja, alles nicht so einfach in der Welt der Teenager. Die im übrigen genau das nicht wollen: Ü 30 bitte bei Facebook und Twitter bleiben.

Jedenfalls war Snapchat das Wort, dass ich am meisten gehört habe. Und meine Freundesliste hat sich mit all den Newbies verdoppelt. Ich habe mit Snapchat Experte Richard Gutjahr drüber geredet. Snapchat ist wie eine Daily Soap meint er, genauso empfinde ich auch. Das Leben der anderen, flüchtig gestreift für 1-10 Sekunden, sichtbar für max. 24 Stunden, vergänglich und verspielt. Hier gibt es eine Anleitung.

Wie geht ein Community Manager mit den Anfeindungen im Social Web um? Belastet ein Shitstorm? Nimmt man das mit nach Hause? Als BVCM Mitglied habe ich über dieses Thema sowohl mit dem NDR gesprochen als auch mit den Leuten von ZDF NEO, die sowohl eine Shitstorm- als auch eine Candystorm  Box aufgestellt haben und die Besucher nach ihren Gefühlen gefragt haben, wenn sie die Boxen verlassen haben. Wer den Berufswunsch Community Manager hat, dem empfehle ich die Shitstorm Box.

VR – die virtuelle Realität und Arbeit 4.0

Einmal über einen Vulkan fliegen, mitten im mittelalterlichen Indien sein oder auf der Super-Welle vor Tahiti surfen. Mit VR ist alles möglich. Da saßen wir also mit den Brillen im Gesicht, abgetaucht in andere Welten. Staunend, erschrocken oder einfach nur völlig selbstvergessen. Wer das noch nie probiert hat, sollte es mal tun.

vrbrille

Arbeit 4.0, künstliche Intelligenz und der Wandel in der Arbeitswelt waren gut besuchte Themen. Werden Roboter unsere Arbeit übernehmen? Und wenn ja, was können sie? Sind Büros noch zeitgemäß? Wer arbeitet noch 9 to 5? Worauf müssen Unternehmen sich einstellen? Bei Microsoft wird der Chef demokratisch gewählt und heißt Peoplemanager.  Und dabei zählen soft Skills wie Gerechtigkeit und Empathie. Vielleicht bald ein Ende der Amigo-Job-nach-Nase-Vergeber? Ich hoffe ich erlebe es noch.

Nicola Peschke:

Datenjournalismus, Algorithmen, Crowdsourcing, SEO, Social Buzz und viele Tools, mit denen sich Journalisten auseinander setzen sollten

Max  Bönke von der Berliner Morgenpost zeigte wie es geht. Aus vielen Gesprächen mit Journalisten der alten Schule weiß ich aber, dass man dafür „nicht auch noch Zeit hat“. Empörte Reaktionen, Ablehnung und nicht haltbare Argumente fördern das Unwohlsein. Wenn dann noch Instant Artikels von Facebook und AMP von Google ins Verlagsgeschäft eingreifen sinkt die Laune. Vielleicht sind es doch die Androiden, die den Journalismus der Zukunft einfach neu erfinden?

Ich glaube innerhalb der nächste 5 Jahre wird es radikale Änderungen geben und ein eisiger Wind in die Gesichter der Medienwandel-Verweigerer blasen. Wenn dann der bisherige Unterstützer einfach abgewählt wurde, sollte man seine Anti-Haltung noch einmal überdenken.

Contet-Marketing, Schleichwerbung, Fotorechte, Urheberrechte, Ethik vs. Reichweite  – was man alles wissen sollte. Hier rauchen Köpfe und prallen Meinungen aufeinander. Eine interessante Session: Die Macht der Bilder. Julian Reichelt zeigt teilweise erschütternde Fotos und es wird darüber diskutiert, wo die Grenze ist. Wie abgestumpft sind wir? Auch das macht nachdenklich

Input,Input, Input, dazwischen gute Gespräche, Whiskytasting und Freubier, Abendveranstaltungen mit Freunden, Sonne und verrückte Fotos.
Einfach mal abschalten, trotzdem weiter diskutieren, snapchatten, twittern und Fachgespräche führen. Wenn du digital bist, verschwimmen Freizeit und Job und keiner findet das schlimm. Beim Klassentreffen fühlen wir uns zuhause.

The Age of Trotzdem

Sascha Lobo redet zur Lage der Nation und hält einer flammende Rede, die er das „Age of Trotzdem“ nennt. Er fordert uns alle auf endlich zu handeln und den Optimismus zu behalten und zwar Trotzdem. Trotz dem!

Edward Snowden auf der Stage 5: Overcapacity – das las man ja leider öfter. Natürlich war er nicht live dort, aber live zugeschaltet aus Moskau, ich hatte leider keine Chance.

IMG_5617

Ruckzuck sind drei spannende Tage vorbei und wir sitzen wieder in der Stage 1 und staunen über diese Zahlen: 17 Bühnen, 400 Stunden Programm, 500 Sessions, 1000 Einreichungen davon 350 Programm. Ältester Speaker 73, jüngste Speakerin 11, 20.000 Leute im Live-Stream und jede Menge Social Buzz.

Jonny, Tanja und Markus halten ein begeistertes Abschluss Plädoyer für die RpTEN und haben bereits für Oktober 2016 eine rpDUB geplant. Die Klasse reist nach Irland und versucht das Format in Dublin zu etablieren. Ich wünsche viel Glück. Nach dem obligatorischen Abschlusssong Bohemien Rhapsodie ist man sich einig: im nächsten Mai sind wir hoffentlich alle wieder da.
Zum Abschluss der Veranstaltung wurde noch ordentlich getanzt und gelacht. Trotzdem!

Der Community Manager – Dein Freundfeind

BeaDer Community Manager ist der Dreh- und Angelpunkt einer jeden Community. Aber was immer man macht, es ist falsch. Dabei fängt alles so schön an.

Eine Community wird gegründet, der Community Manager soll Hausmeister, Schlichter, Kumpel und Förderer sein. Eine Herausforderung an der man wächst und idealerweise wächst man mit der Community.

Der Verlauf ist oft ähnlich:

Neue Community – alle mögen sich, loben sich, unterstützen sich. Der Communtiy Manager ist der Freund und Motivator. Er hört sich die großen und kleinen Sorgen an und muss selten eingreifen.

Die Community wächst – die ersten Streitigkeiten entstehen, der Communtiy Manager ist Schlichter, die User fügen sich.

– Aus der freundlichen „Wirhabenunsallelieb“-Community bilden sich die Stakeholder und Opinion-Leader, das spaltet die Nutzer.

Jetzt soll der Community-Manager Partei ergreifen und wir von beiden Seiten aufgefordert, „den anderen“ aus der Community zu entfernen.

– Der Community Manager bewahrt Neutralität. Ab diesem Zeitpunkt ist das Feuer eröffnet. Denn jetzt ist es der Communtiy-Manager der Leidtragende.

Die Kontrahenten rotten sich zusammen und beschimpfen nun gemeinsam den, der gestern noch Freund war.

Man braucht für diesen Job also so einiges: Feingefühl, Menschenkenntnis, starke Nerven und vor allem die Fähigkeit gut zu kommunizieren.

Das ist sicher nicht für jeden das richtige Berufsbild, aber wer diese Fähigkeiten mitbringt, wird Spaß an dem Job haben.

Facbook Camp 2015 in Hamburg

Es war wie immer schön. Schön, im Sinne von lehrreich, im Sinne von „Klassentreffen“, netzwerken, Gleichgesinnte treffen, viel Wissen in sich hineinschaufeln , ebenso viel gutes Essen. Das #fbcamp 2015 fand in diesem Jahr im Betahaus in Hamburg statt.

Es stand bis vor ein paar Wochen noch gar nicht fest, ob das Facebook-Camp in diesem Jahr wieder stattfinden sollte. Grund dafür war, wie so oft, die mangelnde Sponsoren-Bereitschaft. Fast unverständlich, wenn man gesehen hat, wie erfolgreich das Camp in den letzten drei Jahren war. Durch den Wechsel der Location in die Nähe der Schanze, nochmal eine Spur attraktiver.

Betahaus in Hamburg

Eine gute Wahl. Das Betahaus ist der ideale Ort für ein BarCamp. Unkompliziert, behaglich und mit ausreichend Raum.  Die gute Nachricht wurde dann auch am 11. Februar verkündet: Das Barcamp findet statt. 

Dank Silke Schippmann und Christian Rasch konnten genügend Sponsoren davon überzeugt werden, dass sich das Facebook-Camp für alle lohnt.
Am Samstag morgen ging es mit dem üblichen „Hallo“ und „große-Freude“-Geplapper los. Es ist doch immer wieder schön, Menschen zu treffen, die genauso nerdig sind wie Du selbst.
Die ersten Sessions begannen 11 Uhr und man hatte mal wieder die Qual der Wahl. Für mich ging es los mit „Paid-Content“ Advertorials Pro/Contra von @mundtgerecht. Spannend, wie er uns die Welt der „alten“ digitalen Print und Online Anfänge mitnahm. Sein RETURN Magazin ist ein echtes Nischenprodukt. Witzig das 8 BIT Cinema „Scarface“.

Hier das Video dazu:

RETURN

Das Thema war aber eigentlich, wie kann ich Sponsoring und Facebook-Posts zusammenbringen und wollen die Fans Werbung?
Fazit: Zu viel und zu offensichtlich ist irgendwie immer zuviel. Dosiert und geschickt stört es nicht.

#digiheads #digicrazysexycool

Die nächste Session war völlig eigennützig. „Wir sind die Menschen hinter den Buzzwords“. Unsere Mission: Zeige wer Du bist und was Du kannst. Auf völlig unkomplizierte Weise und weg vom Business-Sytle. Initiatorin was Sandra Schink. Das Ergebnis, die #digiheads haben wir auf dem Facebook-Camp vorgestellt. Mehr dazu wird noch verbloggt.
Folge Beatrix Gutmanns Pinnwand „#digiheads“ auf Pinterest.

#digiheads

#digicrazysexycookl http://digiheads.de

Heiko von Facebook

Wenn @heiko spricht, dann hat keine andere Session mehr eine Chance. Heiko arbeitet bei Facebook und man darf Fragen stellen. Was auch viele tun. Er redet über Algorithums, über Relevanz, verified Pages, den Business-Manager und die Autoplay-Funktion bei den Facebook-Videos.

Es wird nach Reichweite, Post-Häufigkeit und Werbeetat gefragt. Und doch hat sich einer getraut das böse „E“ Wort zu sagen. Nein, es gibt keinen Edgerank. Sehr spannende Session, die die fleißigsten Mitschreiber hatte.

Wenn Heiko spricht ist Stille

Wenn Heiko spricht ist Stille

Amt 2.0

Christiane Germann ist bei Amt für Flüchtlingshilfe und Migration als Social Media Managerin beschäftigt. Sie hat sich auf Schulung und Beratung von Ämtern spezialisiert, die ihre Bürger im Social Web erreichen wollen. Dazu hat sie wirklich praktische Hinweise und überzeugende Argumente geliefert. Es wissen alle, Social Media macht auch nicht vor dem Amtsschimmel halt. Dort wird nur ein wenig anders gewiehert. Apropos: Auf die Frage, ob man im Social Web die Bürger duzt oder siezt, sagte Christiane, sie würde das gepflegte „Sie“ empfehlen.
Andersherum empfiehlt sie eine „lockere“ Sprache, weg vom Amtsdeutsch. Eine spannende Session war das. Danke Christiane!

Christian German

Amt 2.0 über die Ängste und Nachteile

 Werte Content am Beispiel vom Schuh

Alexander Schilling @raumfuer ist immer für eine eine Überraschung gut. Was Werte, die als Basis für Content dienen könnten, mit Schuhen zu tun haben? Ich war zuerst ratlos. Aber je mehr ich darüber nachgedacht habe, umso eher bin ich darauf gekommen. Im Gespräch mit den anderen Teilnehmern wurde auf einmal „ein Schuh daraus“. Diese Stunde war sehr kurzweilig und so gar nicht digital.

Fanpage-Karma

Süss oder salzig? Lustig oder traurig? Gold-weiß oder Schwarz-Blau? Fanpagekarma deckt auf. Die Sessions sind immer richtig lustig und verraten mehr über die Social-Media Nutzer, als ihnen lieb ist. Im Blog erfährt man einiges.

Übrigens haben die Jungs mal wieder dafür gesorgt, dass ich wieder mal ein Kreuzworträtsel lösen durfte und das geliebte FB-Camp-Freunde-Buch stolz mit mir herumgeschleppt habe. Ich liebe ES!!

catcontent

Politik und Social Media

Angie Dorsch ist nicht nur eine der #digheads, Sie ist auch Politikerin und in sozialen Netzwerken aktiv.
Anschaulich hat sie beschrieben, wie Politiker besser manchmal nicht in der Öffentlichkeit reagieren, denn die Bürger beobachten genau was gesagt bzw. geschrieben wird. Und das lässt sich alles prima nachvollziehen. Sorgte doch schon mal für Lacher.

Alles in allem ist das Facebook Camp inzwischen eine Institution, ich fand die Sessions sehr spannned, die Menschen selbstverständlich auch- Weil wir so eine eigene Spezies sind macht es einfach nur Spaß.
Verluste die zu beklagen sind:  Dagger vermisste sein Freunde-Buch. Auch wenn es Ersatz gab, es ist eben nicht das gleiche. Stanley hat die Tasche des Sponsors Imonet in der „Lustigen Mama“ vergessen. Sie wurde dann noch weiter getragen und hängt jetzt wohl in der Cobra Bar herum. Wer also dahin kommt, darf sie für Stanley aufheben.
Besonderer Dank an die Initiatioren, Silke und Christian und natürlich an die Sponsoren, ohne die das nicht stattfinden konnte.

Hier die Sponsoren:
DIPLOMA Hochschule
FanpageKarma
Immonet
beebop media
Gruner + Jahr Druck- und Verlagshaus Hamburg
BW-jetzt
Malte Klauck von Hamburg Fotografiert
Bundesverband Community Management e.V. (BVCM) für digitale Kommunikation & Social Media
Franke Versicherungsmakler

Hamburg, fbcamp

Hamburg, meine Perle

Community-Camp Berlin #ccb14

Wie immer im Oktober fand auch in diesem Jahr wieder das beliebte Community Camp in Berlin statt. „Klassentreffen“, „Treffen mit Freunden“ und natürlich Erfahrungs- und Leidensaustausch. Neue Learnings und jede Menge netzwerken steht dabei im Vordergrund.

Am Freitag wurde das traditionelle Warm up im The Pub am Alex – Möpse trinken Bier zelebriert. Das Motto Blog´n´ Burger wurde im Vorfeld, während des Warum up und auch im Nachhinein schön bei Twitter begleitet. Es gab interessante Gespräche über coole Projekte, ein guter Einstieg für den nächsten Tag.

Frühstück

Frühstück beim Camp

Sessionplanung

Sessionplanung abgeschlossen – jetzt gehts los

Für mich fühlte es sich bereits am Samstag so voll wie noch nie. Entsprechend lange dauerte die Vorstellungsrunde bis es in die Sessionplanung ging. Dann ging es auch schon wieder los mit der Qual der Wahl: Welche Sessions nehme ich? Denn bekanntlicherweise sind ja immer die Sessions, die mich am meisten interessieren im gleichen Timeslot.

Recht, Recht, Recht und internes Community Management

Als erste Session habe ich also die von Thomas Schwenke gewählt: Recht, Recht, Recht. Erwartungsgemäß gut besucht, lohnt sich aber immer!

Lifecycle

Lifecycle bei Bosch

Wimmelbild

Wimmelbild in groß

Und statt der Session von Uli Gelsen (er möge mir verzeihen) bin ich direkt im Bosch Raum sitzen geblieben und habe mich über das spannende Projekt von Bosch „Internal Community Management“  informiert. Katharina Perschke und Kollegen haben anhand von überdimensionalen Wimmelbildern die Arbeit des Community-Managers visualisiert. Katharina ist für die Umsetzung der E20 Lösungen im Unternehmen zuständig. Bosch bildet daher interne Community Manager aus, die auch zertifiziert werden. Der Lifecycle dient dabei der Orientierung. Klassse!

Alexander Felsenberg hat als Thema „Corporate Change“ vorgestellt, auch diese Session war sehr gut besucht. Die Erkenntnis: In vielen Unternehmen herrscht die gleiche Problematik, denn die Arbeit und der Tätigkeitsbereich von Social Media Managern (und anderern Weltverbesserern)  wird oft nicht erkannt bzw. nicht ins Unternehmen integriert. Hier hilft nur ein Top-Down-Delegation.

Poppen.de sorgt für Lacher

Noch voller wurde es bei der Session von Poppen.de. Das Interesse an diesem Dating-Portal war groß, sei es wegen des Umgangs mit dem FSK18 oder des Community-Managements. Christian und Christoph haben geduldig Rede und Antwort gestanden. Der Jugendschutz ist vorbildlich und als Schmankerl wurde ein Jahr VIP Mitgliedschaft verlost.  Wer den besten Anmachtweet an @ schreibt konnte gewinnen.

Nicht unerwähnt lassen möchte ich, dass Fanpagekarma uns auch in diesem Jahr wieder mit dem Community-Camp-Freunde-Buch versorgt hat. Inklusive dem superschweren Kreuzworträtsel. Richtige Einsender können 1×3 Monate die Fanpage Karma Business Version gewinnen! I love it!

Cat Content made by Humans

Fanpagekarma dieses Mal ohne Einhorn, aber mit Katze.

Auch Pixoona war am Start und hat uns allen mal wieder Freude bereitet, denn wir durften mit Bart oder Brille zeigen, was in uns steckt.

Am Samstag nach der letzten Session gab es lecker Essen und Trinken im Loft. Danke an die Sponsoren, die dafür gesorgt haben, dass wir es uns gut gehen lassen konnten. Wer immer noch nicht genug hatte, hat sich beim traditionellen Hechtsprung den Rest gegeben. Hier findet Ihr die Tweets dazu.

Bloody Sunday

Der Sonntag ist dann dank der samstäglichen Ereignisse in der Regel beschaulicher. Ich möchte mich aber ganz herzlich bei Stefan Evertz für die spannende Session über die Analyse/Monitoring-Tools bedanken.

Die Organisation war wie immer super und das Team  (Vivian, Frank, Oliver, Christian) dahinter hat es nicht immer leicht. Denn bei aller Freude und allem Happiness wundert es mich doch immer wieder, dass erwachsene Menschen nicht in der Lage sind:

1. Ihren eigenen Müll zu entsorgen
2. auch mal an andere denken und nicht doppelt und dreifache Portionen essen
3. einfach mal rücksichtsvoll sein
Das kann nicht oft genug gesagt werden.

Meine Erkenntnis: Tolle Sessions wie immer, tolle Leute, wie immer und auch wie immer: Ich habe viel zu viele Sessions verpasst, weil es viel zu viele spannende Themen gab. Also wie immer.

Herzlichen Dank an die Sponsoren: BVCM, Holiday-Check, Motor-Talk, Rossmann, Cimdata, Bionade, Mixxt, Likies, Bosch, gutefrage.net, Socialhub und viele andere.

Auf 2015 – ich freu mich jetzt schon.

Der BVCM traf sich am Wochenende in Berlin

Am letzten Wochenende trafen sich Mitglieder des BVCM.org in Berlin zur alljährlichen Hauptversammlung und dem dazugehörigen Workshop. Von den mittlerweile 178 Mitgliedern waren ca. 20 dabei um in Workshops das Berufsbild des Social Media Manager und des Community Manager zu fokussieren.

bvcm

Es ist bereits eine schöne und erfolgreiche Tradition, dass der BVCM mindestens jährlich zur Hauptversammlung einlädt. An dem Wochenende vom 25.4-27.4.2014 trafen wir uns in den Räumlichkeiten von Motor-Talk in Berlin um in angenehmer Atmosphäre einiges für die Verbandsarbeit zu tun.

Eines der mittelfristigen Ziele ist die Zertifizierung unserer Berufsbilder durch den Verband. Ben Ellermann 1. Vorsitzender betont die Wichtigkeit des BVCM und die steigende Nachfrage nach einer Zertifizierung für Social Media und Community Manager.
Wir haben uns in zwei Gruppen unterteilt, die folgende Aufgabe hatten.
  1. Erarbeitung einer Zertifizierungsvorlage die vom BVCM angeboten wird
  2. Erarbeitung von Stellenausschreibungen und Evaluierung der Berufsbilder „Social Media Manager“ und „Community Manager“
Dabei sollte auch das Berufsbild des Corporate Community Managers eine Rolle spielen, die wir jedoch nicht näher definiert haben.
Vorausgehend war die Aufgabenstellung, welche Kompetenzen benötigt werden um den Anforderungen des Marktes gerecht zu werden. Das warf direkt die nächste Frage auf: Wie sind die Anforderungen des Marktes?
Wir haben uns dazu zur Aufgabe gemacht, Stellenausschreibungen für das jeweilige Berufsbild zu formulieren, die auch den Personalverantwortlichen in den Unternehmen durch den Dschungel der vielfältigen Fähigkeiten führt.
Vivan Pein, die sich u.a. mit diesem Thema in der Vergangenheit auseinandergesetzt hat, hat dazu ein Kompetenzmodell entwickelt, dass Sie auch in ihrem Buch „Der Social Media Manager“ vorstellt.
Vorstand wurde erweitert
WIr haben beschlossen, den Vorstand um ein weiteres Mitglied zu erweitern. Stefan Evertz hat den PR-Part übernommen und bereits am Wochenende seine Ideen präsentiert.
Er wird sich u.a. um die Veröffentlichungen zu digitalen Themen kümmern. Dringend ist aus unserer Sicht auch die Überarbeitung unserer Website. Dazu werden wir einen Fachmann (oder Fachfrau) beauftragen.
Mein Fazit: Es war nicht nur schön, altbekannte und neue Menschen zu treffen und kennen zu lernen. Der Austausch ist immer wertvoller als jedes Seminar, dass man buchen kann.
Wir sind ein gutes Stück voran gekommen und freuen uns, dass wir unsere Ergebnisse schon bald präsentieren können.
Bild

Empfehlungsmarketing im Social Web

Kunden gewinnen und Kunden binden

Die Autoren, Anne Grabs und Jan Sudhoff, beschreiben sehr ausführlich, wie ein Konsument heutzutage seine Produkte oder Dienstleistungen auswählt. Das fängt oft im Internet an und hört auch oft dort auf. Welchen Einfluss dieses Verhalten auf den stationären Handel hat und wie dieser die sozialen Medien nutze kann, wird in dem Buch dargestellt.

BildGegliedert in 5 Kapitel findet der Leser relevante Informationen zu folgenden Themen:

  • Der Handel im Wandel
  •  Social Commerce
  • Nutzen Sie Digitales Marketing
  • Mobile Commerce
  • Die Prinzipien des Handels
  • Strategien für den erfolgreichen Handel
  • Wichtige Tools für Onlinehändler und stationäre Händler

Der Handel im Wandel
beschreibt die Konsumentenreise – eine Reise, die jeder Händler  kennen sollte. Der Kunde informiert sich heutzutage vor dem Kauf eines Produktes oft ausführlich über die Vor- und Nachteile und vor allem über den Preis. Man vertraut den Bewertungen anderer Konsumenten und entscheidet dann: Vor Ort oder Online. Das Kapitel beschreibt, wie sich der Handel darauf einstellen kann und muss, um im Wettbewerb zu bleiben, über alle Kanäle und Geräte hinweg.

Social Commerce
Social Media als Servicekanal, als Angebotsträger, als Imagetransporter, als Informant. Beschrieben wird der Mix aus E-Commerce und Social Media. Was muss der Händler beachten? Wie kann ich den Onlinehandel stärken? Was bringen die Bewertungen für meinen Umsatz und wie bekomme ich Traffic auf die Seite. Fragen über Fragen, die hier gut und ausführlich beantwortet werden. Was mir gefällt: Statistiken, Grafiken und Beispiele untermauern die Aussagen. Best Practice Beispiele sind nachvollziehbar und erklären, wie die Praxis aussieht. Wertvolle Tipps für die Kundenbindung.

Nutzen Sie digitales Marketing
Ein unglaublich wichtiges Thema! Der stationäre Handel muss sich eine Multichannel-Strategie überlegen, um marktfähig zu bleiben. Die Autoren zeigen, welche Kanäle sich lohnen um, warum Google für den lokalen Händler wichtig ist und wie ich die Kunden sich vom Internet in den Laden bewegen. Eine anschauliche Darstellung, wie ich finde.

Mobile Commerce
Der Verbraucher greift vermehrt zu mobilen Endgeräten. Ob Smartphone oder Tablet, der Desktop-PC bleibt immer öfter unbenutzt. Die Darstellung der Produkte muss also „responsiv“ sein. Der Kunde will spontan unterwegs etwas kaufen. Darauf muss der Händler gefasst sein und seine mobile Strategie entsprechend ausrichten. Was dabei zu beachten ist, behandelt dieses Kapitel

Die Prinzipien des Handels
Die Prinzipien des Handels haben sich nicht wesentlich verändert, es kommt lediglich der digitale Effekt hinzu.Früher hat man sich auf die Meinung anderer verlassen, das ist heute noch genauso. Nur ist die Masse der Meinungen durch das Internet erheblich gestiegen. In diesem Kapitel wird erklärt, wie sich die Digitalisierung nutzen lässt. Und auch hier zeigen Best Practice Beispiele wieder wie es geht und mit welchen Instrumenten

Strategien für erfolgreiches Handeln
Der stationäre Handel kann auch über Social Media neue Kunden gewinnen. Welche Strategien dabei angewendet werden können, wird in diesem Kapitel behandelt.

Wichtige Tools für Onlinehändler und stationäre Händler
Es gibt nicht nur ein Tool für alles. Welche  Portale und Plattformen für den Handel in Frage kommen wird ausführlich beschrieben.

Das Buch ist für einen Händler gutes Handwerkszeug zum Einstieg ins digitale Marketing. Was ich besonders gut finde, dass man nicht das komplette Buch durcharbeiten muss, um das gewünschte zu finden. Jedes Kapitel ist in sich gut konzipiert und so ergibt sich ein Nachschlagewerk. Die Autoren berichten sehr praxisnah, was mir gut gefällt. Es gibt Hinweise zu Tools und Websites. Grafiken veranschaulichen das geschriebene. Händler oder Marketing/Social-Media-Verantwortliche sind mit diesem Buch gut beraten.

Wie man von Galileo Computing gewohnt ist, gibt es ein gutes Inhaltsverzeichnis und die farbliche Darstellung der einzelnen Kapitel. Das erleichtert das Auffinden von Beiträgen erheblich.

Mehr zum Thema:
Der Social Media Manager von Vivian Pein