Das Barcamp in Koblenz ein voller Erfolg

Am vergangenen Wochenende fand zum ersten Mal in Koblenz ein Barcamp statt. Auf dem Gelände der Handwerkskammer trafen sich zahlreiche Menschen, um sich auszutauschen, etwas zu lernen und eigenes Wissen zu teilen. So wie das bei Barcamps üblich ist. Um es vorwegzunehmen: Aus meiner Sicht ein voller Erfolg.

Auch wenn die kleine Stadt an Rhein und Mosel nicht unbedingt mit Berlin oder Hamburg vergleichbar ist, war das Barcamp Koblenz nicht weniger spannend. Im Gegenteil, ich habe mich an den beiden Tagen äußert professionell behandelt gefühlt Das Orga-Team rund um 247 Grad, der Rhein-Zeitung und der Handwerkskammer haben alles gegeben. Allein das Gebäude beeindruckte durch die ungewöhnliche Architektur. Die Räume waren perfekt für ein Barcamp, vor allem waren sie klimatisiert, was bei ca. 40 Grad nicht unterschätzen war.

Handwerkskammer

seer

Das Kompetenzzentrum liegt aber nun mal leider nicht mitten im Zentrum von Koblenz. Ein Shuttle-Service hat dafür gesorgt, dass wir bequem vom Zentrum ins Zentrum kamen. Auch an dieser Stelle noch einmal ein großes Lob ans Orga-Team.

Orgateam

Das Orga-Team #bcko15

#bcko15 – Der Hashtag zur Veranstaltung

Es wäre kein richtiges Barcamp, wenn nicht ordentlich getwittert würde. Und das wurde es. Unter dem Hashtag #bcko15 haben sich die Anwesende nicht lumpen lassen, so dass #bcko15 am Freitag in den Trending Topics war.

Die Sessions als Herzstück eines Barcamps

Meine erste Session begann mit den Bonner Blogs. Sascha Förster (@Sascha_Foerster) hat ein Projekt aufgesetzt, dass Blogs aus Bonn und Umgebung aggregiert. Untereilt nach Kategorien, können sich Blogger hier eintragen und per RSS ihre Beiträge veröffentlichen. So entsteht eine Vernetzung der Bonner Blogszene, die natürlich der eigenen Reichweite dient. Ein Batch auf das eigene Blog zeigt die Zugehörigkeit zu den Bonner Bloggern.
Es gibt auch eine Anleitung zum Nachbau

Mit WordPress kann jeder relativ leicht eine eigene Website oder ein Blog aufbauen. Ich habe mich auch immer mehr oder weniger unbefangen damit beschäftigt, ob es Hacker ausgerechnet  auf meine WP-Seite abgesehen haben. Marc Nilius (@marcnilius) hat in zwei Sessions erklärt, dass Sorge durchaus berechtigt ist. Alleine durch Plugins, die man sich ja schnell mal herunterlädt, haben Hacker eine gute Chance die Seite zu entern und z.B. unsichtbare Affiliate Links zu installieren, Spam zu versenden oder die Seite komplett zu blocken. Auf seiner Seite erklärt er, wo es Sicherheitslücken gibt.

Mit einem 3D-Drucker können ganze heute „gedruckt“ werden. Ich habe nur noch gestaunt, was Christoph Krause @designgilde im Schnellsprechtempo über die Möglichkeiten des 3D-Drucks berichtet hat. Ich war ziemlich beeindruckt und die Schokolade dazu gab es auch

Schokolade
Was alles beim Einsatz eines Quadrocopters beachtet werden muss, hat Jennifer de Luca (@die_jennifer) sehr anschaulich erklärt. Sie hat mal eben die „Drohne“ über unsere Köpfe hinwegbewegt und tolle Aufnahmen damit gemacht. Ein Video von ihr und dazu gibt es hier.
Das Display

Drohne

Wie man die in Berlin lebendeTochter, die ein Social-Media-Addicted ist, über soziale Netzwerke erreichen kann, erzählte Ilse Mohr (@silvernerd) so lustig und lebendig, dass man einfach nicht anders kann, als lachen.

So nett erzählt von @MarcusSchwarze + @die_jennifer, wie @Mohrenpost und ich im Netz kommunizieren. Danke 🙂 https://t.co/31jSuB8bNH

Sessions, Pizza, Wasser und jede Menge netter Menschen

Die Instagram-Session von Jana Ziesenieß (@SonneundWolken) war superspannend, die Snapchat-Diskussion mit Christian de Vries (@prcdv) erhellend. Lars Wienand (@LarsWienand) hat über Social-Media-Recherche berichtet und viele weitere Sessions, die de Besucher in Trap hielten.

Die Verpflegung gilt es noch zu loben, sowohl die Pizza, als auch die Burger (die vegetarischen waren super) kamen wohl gut an. Das Wichtigste an diesem Wochenende war das Wasser. Wie viele Hektoliter haben wir verbraucht?

Wasser auf dem Barcamp Pizza

Ohne die Sponsoren wäre das alles nicht möglich gewesen. Herzlichen Dank!

Ich freue mich schon auf das Barcamp 2016 #bcko16

Mehr zum Thema:

Bei Twitter kann man jetzt Direktnachrichten von allen empfangen

Bisher war es bei Twitter immer nur möglich mit jemanden Direktnachrichten auszutauschen, wenn man sich gegenseitig folgt. Das für den Austausch nicht optimal, besonders, wenn der Service-Charakter im Vordergrund steht. Das hat Twitter jetzt geändert.

Ich habe die Einstellung bereits geändert. Unter dem Menüpunkt „Sicherheit und Datenschutz“ gibt es am Ende der Seite diese Option: „Receive Direct Messages from anyone“ 

Jetzt kann ich in Zukunft von jedem beliebigen Nutzern Nachrichten erhalten, egal in welcher Beziehung ist zu dem stehe. Mal sehen, ob das gut oder schlecht ist.

twitter_message

WEM GEHÖRT DIE ZUKUNFT?

Wer wird in der Welt der neuen Medien überleben?

Also, es werden die überleben, …1. Die verstehen, dass nun auch die Nutzer Inhalte generieren
2. Die verstehen, dass die Nutzer Inhalte miteinander austauschen wollen
3. Die die Logik von Google verstehen
4. Die verstehen, was die Blogs zu erzählen haben
5. Die die Viralität verstehen
6. Die in der Lage sind, rasch zu reagieren
7. Die in der Lage sind, dort hin zu gehen, wo die Leute sind
8. Die lernen, zu verbinden
9. Die lernen, zuzuhören
10. Die lernen, mit den Nutzern zusammen zu arbeiten
11. Die lernen, Gewinne mit den Nutzern zu teilen
12. Die lernen, sich zu verändern

Den Vortrag darüber hielt José Luis Orihuela auf dem «UCAM Media Lab 2006» (einem spanischen Kongress zum Bürgerjournalismus, mit korrektem, recht langem Untertitel: «Periodismo ciudadano Nanomedios Blogging E-negocios»).

Ich habe somit gute Chancen…

(das habe ich bereits 2006 gebloggt)

Think Content von Miriam Löffler

Die wichtigste Botschaft am Anfang: Für einen Texter  reicht es nicht mehr aus zu wissen, wie ein lesenswerter Text aufgebaut sein muss. Die Kenntnisse müssen ständig für das Medium Internet erweitert werden. Ohne grundsätzliche Kenntnisse über das Leseverhalten im Netz, ohne Suchmaschinenoptimierung, Technik und vor allem Online-Marketing kommt man nicht mehr aus. So Petra Meyer, Geschäftsführerin Ippen Digital Media.

Im Jahr 1993 gab es weltweit 130 Websites! Unfassbar, oder? Denn 2012 waren es bereits 630 Millionen. Täglich werden 3 Milliarden Suchanfragen gestellt.

Allein dieser Satz zeigt, wie wichtig es ist, dass Texte gut aufbereitet und vor allem gefunden werden.

Warum ist Content Marketing wichtig?

Werbebanner sucks! Fast drei Viertel aller Befragten, die auf einen Banner klicken sind unzufrieden.
Content ist die Basis für den Werbeerfolg
Ranking in den Suchmaschinen
Aufbau und Stärkung der Kundenloyalität
Konversionsraten und selbstverständlich Social Signals.

Bild

Wer heutzutage Marketing macht, muss das einfach beherrschen. Mit Content überzeugen und viralisieren.

Realität? Schauen Sie doch mal in Ihrem Unternehmen, wie es dort läuft.

Google zwingt die Website-Betreiber gute Inhalte zu erstellen!

Wichtig ist, dass die Entscheider verstehen, wer welche Fähigkeiten mitbringt, die der Content-Strategie dienen. Denn guter Content ist kein Glücksfall

Ein Teil des Buches beschreibt die Einführung in die Content-Strategie.

Was sich so einfach anhört ist leider mit vielen Hürden und Hindernissen verbunden. Angefangen bei einer klaren Zielvorgabe, die oft fehlt, bis hin zu den üblichen Querelen wie Marketing-Alleingänge und mangelndes crossmediales Denken. Ziemlich praxisnahe Beschreibung.

Ein Audit-Briefing ist hilfreich bei der Bewertung und Beurteilung von Inhalten.
Mit 14 guten Gründen wirbt der Autor für das Audit und zeigt auf, die man die Bestandsaufnahme vorbereitet und durchführt. Ausführlich wird auch die Content-Planung beschrieben und wie der Content anschließend zu managen ist.

Ganz wichtig: Keine Content-Strategie ohne Social Media und nicht ohne SEO

Behandelt wird einfach alles:
Video-Content, User-Generated-Content, Fotos, Storytelling, Social-Media-Kampagnen, Corporate Blogs.

Für mich als Social Media Manager ist das Kapitel „Content fürs Mitmachweb“ besonders interessant. Die Autorin zeigt die Nutzungsmöglichkeiten auf und gibt Hilfestellung spezielle für Social-Media-Content-Strategie inklusiver der Plattformen

Alles in allem ein sehr komplexes Buch, dass sich sowohl an verschiedene Zielgruppen richtet:

  • Content-Verantwortliche wie Redakteure
  • Marketing Verantworliche
  • SEO Manager
  • Social-Media-Manager
  • Mitarbeiter aus PR und Kommunikation
  • Agenturberater

All diese Menschen sind gut beraten, sich „ihren“ Teil herauszusuchen. Das Glossar ist sehr hilfreich, insbesondere für Menschen, die bisher nicht im Web getextet haben. Ich richte mich größtenteils an Print-Redakteure, die online Texte verstehen müssen und diese auch im Alltag umsetzen müssen.
„Think Content“ liefert mir wertvolle Hinweise, die ich gern weitergebe. Mich persönlich unterstützen die gemachten Aussagen in meiner täglichen Arbeit, beherzigen sollten es aber die, die noch in immer noch in „Old-Style-Manier“ ihren Job machen und nicht wahrhaben wollen, wie viel Potential in einer ordentlichen Content-Strategie steckt.

Think Content von Miriam Löffler
Galileo Computing
ISBN 978-3-8362-2006-4