Das DJV-Journalistencamp in Köln

Am 2. Juli 2016 fand in der HMKW in Köln das Journalistencamp 2016 statt. Ein Format, das den meisten Journalisten nicht sehr geläufig sein dürfte. Darum umso spannender zu sehen, wer sich auf den Weg nach Köln gemacht hat. 

Der DJV hat als Thema Digitalisierung in der Medienbranche ausgesucht, darum ist ein Barcamp aus meiner Sicht auch das geeignete Format. Auch bei der Location hat sich der DJV Gedanken gemacht und diese gut gewählt.

Um 9:00 Uhr standen wir also an der Anmeldung. Wie bei jedem Barcamp wurde Dein Name auf einer Liste abgehakt und es gab ein Namensschild. Lustigerweise nur der Nachname, für jeden Teilnehmer gab es eine DJV-Tasse (Der Journalist die eierlegende Wollmilchsau) auf der ebenfalls ein Schildchen mit dem Nachnamen aufgeklebt war.

 

Das ist ungewöhnlich, denn auf Barcamps duzt man sich und wichtiger als der Nachname ist eigentlich das Twitter-Handle. Nun gut, es ist ja das erste Mal.

Es stand ein reichhaltiges und gutes Frühstück bereit. Croissants, Laugenbrezeln und Muffins, Tee, Kaffee, Säfte und Wasser. Selbst Soja-Milch stand zur Verfügung. So ließ es sich schon mal gut netzwerken, quatschen, Bekannte treffen und sich mit der Umgebung vertraut machen.

Nenne mir drei Hashtags..

Die Vorstellungsrunde lief in Barcamp Manier ab, drei Hashtags, Name, Twitter fertig. Es war nicht überraschend, dass es viele Kollegen gab, die zum ersten Mal ein Barcamp besuchten und sich damit noch nicht so recht anfreunden konnten. Wenn es dann Journalisten sind, die gerne ausschweifen, können die Hashtags auch schon mal länger werden.
Der Moderator (dessen Namen ich leider vergessen habe) erwähnte dann bei seiner Vorstellung, dass man sich ja bei einem Barcamp duzt, für alle Neulinge. Großes Gelächter bei den alten Hasen, die das Namensschild auch belustigend fanden. Aber egal. Sowas passiert eben.

 

Sessions noch und nöcher

Die Sessionplanung lief glatt und mit vielen spannenden Themen. Da war der nette Timo Stoppacher (@CGNTimo) mit seiner superhilfreichen WordPress-Session.
Es wurde über Evernote, Google und Social Buzz geredet. Aber auch typische Themen, die insbesondere für freie Journalisten spannend waren, wurden behandelt. Die KSK, Snapchat in einer Zeitungsredaktion, Honorare und natürlich Selbstmarketing.
Die Sabine von ferngeweht hat erzählt, wie man mit Blogs Geld verdienen kann. Spannende Session.

Googlen wie die NSA

Die Kunst der Recherche ist ein Thema, dass alle Journalisten immer wieder bewegt. Aber wie kann ich aus Google mehr herausbekommen als andere? Welche Suchmaschinen gibt es noch und viele andere spannende Fragen hat Hektor Haarkötter (@Medienhektor) den interessieren Teilnehmern nahe gebracht.

Um auch das noch einmal zu erwähnen: Das Mittagessen fand ich auch gut.

Herzlichen Dank an die Sponsoren und vor allem an die Organisatorinnen:
Ute Korinth  und  Christina Quast   Ich freue mich auf DJVCamp17

Mehr zum Thema:
Fit für Journalismus 

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Das Internet der Dinge – der nächste Hype?

Internet of Things

IoT

Waagen, die nicht nur Dein Gewicht sondern auch  den Fettanteil, den Blutdruck und den Biorhythmus messen, Fitness-Armbänder, die Schritte, Schlaf und Kalorien aufzeichnen und Waschmaschinen die mitdenken. Das Internet der Dinge nimmt immer mehr Raum im täglichen Leben ein.

Noch vor drei Jahren war ein Fitnessarmband die Ausnahme, viele neugierige Fragen und vor allem die Sorge ob man denn „krank“ sein, weil man seine Schritte zählt. Es herrschte vielfach Unverständnis über die Nutzung. Inzwischen gehören Fitness-Armbänder oder Apps schon fast zum alltäglichen Gebrauch für immer mehr Menschen. iBeacons versorgen uns mit Infos und viele andere Geräte machen unser Verhalten transparent.
Das Waschpulver neigt sich dem Ende zu, man vergisst neues einzukaufen und ärgert sich. Das lässt sich durch einen Klick ändern. Miele hat auf der IFA sein neuestes Modell vorgestellt. Es soll demnächst auch Spülmaschinen in der Art geben.

Internet of Things

88 % der Bundesbürger, die im Rahmen einer Studie befragt wurden, haben noch nie den Begriff „Internet der Dinge“gehört, dabei gilt das IoT (Internet of Things) als das nächste große Ding.
Gemeint ist damit die Vernetzung der kleinen Geräte mit dem Internet, die wir im Alltag benutzen. So zum Beispiel das Fitness-Armband, die Waage, die Waschmaschine und und und. Die Daten werden immer gespeichert.

Aber noch einmal von vorne: Es gibt Krankenkassen die den Kauf der Apple Watch unterstützen und teilfinanzieren. Der Grund ist einfach. Wer sich ausreichend bewegt, gesund ernährt und das alles auch noch dokumentiert, gibt Daten frei. Die Daten sind in der Cloud gespeichert und der Zugriff darauf nicht wirklich bekannt.
Die Gerechtigkeitsdebatte nimmt zudem ja auch kein Ende, denn die Argumentation macht ja durchaus Sinn. Wer sich ausreichend bewegt, gesund ernährt, nicht raucht und das seiner Krankenkasse mitteilt, erwartet im Gegenzug eine Belohnung oder zumindest die Anerkennung seiner Motivation.
Denn die Mitmenschen, die sich rauchend und vorzugsweise von Fast-Food ernähren, denen Bewegung ein Fremdwort ist, zahlen immerhin die gleichen Kassenbeiträge. Auch wenn inzwischen Bonus-Systeme gibt, die Bargeld versprechen. Es ist trotz aller Aktivität keiner davon gefeit, nicht doch einmal krank zu werden.
Was dann? Es sind immer nur Momentaufnahmen, die entstehen.Diskussionen darüber wären endlos und die Argumentationen auch.Foto-4

Google macht mit

Aber was ist nun mit all den vernetzten Geräten, die für uns mitdenken? Ist es wirklich bequem, wenn der Rasierhalter auf Knopfdruck neue Klingen bestellt, der Kühlschrank Nachschub ordert oder dich Dein Fitness-Armband darauf hinweist, dass Du Dich noch nicht ausreichend bewegt hast.
Smartphones spielen dabei eine große Rolle, denn sie dienen oft als Fernsteuerung für die IoT. So lässt sich die Raumtemperatur von unterwegs regeln, Alarmanlagen werden eingeschaltet oder die Rollläden heruntergelassen.

Mit Google Nest, ist der Suchmaschinenriese auch in das umsatzversprechende Geschäftsfeld Internet of Things eingestiegen. Ein Thermostat, Rauchmelder oder die Kamera, die über das Smartphone zu bedienen ist.

Die Werber dürfen sich freuen, denn so bekommen Sie Infos, die sie sich von Ihren Kunden wünschen. Denn über die Daten, die in der Cloud gespeichert werden, lassen sich Profile von Nutzern über deren Verhalten erstellen. Wichtig für künftige Kaufprozesse, denn die Customer Journey lässt sich mühelos verfolgen. An dem Punkt, an der Kunde noch zögert, liefert personalisierte Werbung den entscheidenden Impuls.
So kann auch der stationäre Handel vom Zusammenspiel der IoT profitieren, denn die Online-Daten können vor Ort zur Argumentation genutzt werden.
Ein spannendes Feld mit vielen Möglichkeiten.

Prognose: Im Jahre 2020 werden es ca. 25 Milliarden Geräte sein, die Daten in der Cloud synchronisieren.

Mehr zum Thema:
Quantified Self – ich tracke, also bin ich 

Google + erstellt Vanity URL

Endlich ist es soweit, die lästige lange Kette aus Geheimcodes hat ein Ende. Google rollt die Vanity URL für verifizierte Accounts aus. Ich bin seit heute auch dabei.

Seit mehr als zwei Jahren gibt es bereits Google +. Gefühlt hat es sich für mich längst nicht so durchgesetzt wie Facebook. Trotzdem nutze ich Google + zur Information, denn ich finde hier einen viel intensiveren Expertenaustausch als bei Facebook. So nach und nach trudeln auch die vielen Bekannten und Freunde von Facebook bei G+ ein.

Fürs Suchmaschinenranking ist G+ auf jeden Fall ein gutes Instrument. Es bleibt spannend, wie es in der Google Familie weiter geht. Wächst und gedeiht langsam aber unaufhörlich.

Hier also mein Account: https://plus.google.com/u/0/+BeatrixGutmann/

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