Digitale Transfomation ist nicht erst 2015 ein Thema

Während einer Marketing Vorlesung erzählte die Referentin davon, dass die Menschen in Zukunft immer weniger den stationären Handel, sondern vielmehr das Internet als Einkaufsort bevorzugen. Sie kam damals gerade frisch aus den USA und berichtete darüber, dass es möglich sein wird, Hologramme von sich anfertigen zu lassen und sich direkt in Online-Stores einkleiden zu lassen. Man sieht sich also selbst in der digitalen Umkleidekabine. Architekten entwerfen Häuser, bei denen es wichtig ist, dass Pakete direkt abgeladen werden können, so dass  sich der Nutzer einen Umweg zur Post sparen kann. „Cocooning“ wird zum Schlagwort werden, der Rückzug aus dem wahren Leben ins virtuelle Leben. Das alles erschien mir sehr utopisch, denn wir schrieben das Jahr 1994 und somit auch noch vor Cluetrain.

Digitale Transformation

Customer Journey

Seit dem sind mehr als 20 Jahre vergangen, das Internet ist unser täglicher Begleiter und Unternehmen wie Amazon haben sich mit dem Versandhandel zu Global Playern entwickelt. Ich hatte 1994 noch nicht einmal einen Internet Anschluss. Rückblickend sind viele Dinge so eingetreten, die Entwicklung schreitet immer weiter fort und inzwischen ist die mobile Nutzung zur Selbstverständlichkeit geworden. Damit werden Absatzmärkte geschaffen, die für den Handel eine Herausforderung darstellen. Ladenöffnungszeiten werden zur Nebensache, der Kunde sucht sich im Internet das aus, was seinen Bedürfnissen zu dem Zeitpunkt entspricht. Der Wettbewerb wird schwieriger, die Kunden weniger loyal und langfristige Kundenbindung erfordert große Anstrengungen.

Internet of Things

Der Handel bedient sich ebenfalls der IoT (Internet of Things) und nutzt z.B. iBeacons um den Brückenschlag von Offline zu Online zu schlagen. Denn fast jeder nutzt das Internet, um sich zu informieren. Dass Cookies Informationen über unsere Vorlieben speichern, ist ja längst kein Geheimnis. All diese Informationen ergeben das Profil jeden Users und wir werden nicht nur online verfolgt, sondern es kann bis in den stationären Handel reichen.

User Experience als Mehrwert

Auf der diesjährigen dmexco war das Thema digitale Transformation elementar und die „User Experience“ wird zur Aufgabe. Wie schaffen Unternehmen es, einem Kunden den Mehrwert zu versprechen, der ihn längerfristig an die Marke zu binden, möglichst so, dass auch das Erlebnis vor Ort eine Rolle spielt und der Kunde zum POS kommt. Eine Mutli-Channel-Strategie kann Abhilfe schaffen. Doch wie könnte dieses Einkaufs-Erlebnis der Zukunft aussehen? Die Agentur Razorfish hat dazu ein digitales Storeconcept entwickelt, dass auf der dmexco vorgestellt wurde.

Das unendliche Shopping-Angebot aus dem Internet bringt den stationären Einzelhandel zunehmend in Bedrängnis. Auf der dmexco 2015 präsentiert Razorfish die Lösung zu diesem Problem: RAZORSHOP. Die innovative Retail Experience bringt Services und Daten aus der Onlinewelt mit der Einkaufsumgebung vor Ort auf völlig neuartige Weise zusammen.

Ziel ist es, Kunden eine lückenlose und abgestimmte Shopping-Erfahrung über alle Kanäle zu bieten und dem stationären Handel die Chance zu geben, seine künftige Rolle einzunehmen.
Die Herausforderung dabei ist es, die Kosten für die Technologien und die Abwicklung in den Griff zu bekommen.

Digitale Transformation

Konsum wird planbar, der Mensch transparent

Data Driven Advertising

Im Grunde geht es darum, den Kunden wieder in den Fokus zu stellen, dabei kann die Digitalisierung helfen. Das Schlüsselwort dazu ist „Data driven“. Der Kunde soll vom ersten Interesse (digital) bis zur Kaufentscheidung (digital oder stationär) abgeholt werden. Dazu ist eine agile Arbeitsweise nötig, die für die meisten Unternehmen in Deutschland nicht zu bewältigen ist.
Besonders der Mittelstand fühlt sich an dieser Stelle überlastet und technisch nicht in der Lage, das Marketing so zu gestalten, dass eine ständige Kommunikation mit dem Kunden stattfindet.

Zur richtigen Zeit, mit der richtigen Botschaft auf dem richtigen Kanal

Digitale Transformation bedeutet Automatisierung von Prozessen. Digitale Daten wie Vorlieben, Surfverhalten, Assoziationen und Historie ergeben das Profil eines Kunden. Die Kunden sind an der Stelle meist eher bereit, ihre Daten zu hinterlegen. Sie sind auf diversen Kanälen aktiv und hinterlassen ihre digitale Spur. Diese Spur muss „nur noch“ vom Vertrieb ausgelesen  und in den richtigen Kontext gebracht werden, d.h. der Kunde muss auf dem richtigen Kanal, mit der richtigen Botschaft und zum richtigen Zeitpunkt angesprochen werden.

Eine große Chance, den stationären Handel wieder zu beleben. Denn nach wie vor ist das haptische Erlebnis für viele Kunden beim Einkauf wichtig. Informationen werden übers Internet eingeholt und idealerweise wird stationär gekauft. Darum macht ein Online-Shop auch Sinn, denn die dort hinterlegten Daten können genutzt werden, um den Kunden an den POS zu lotsen. Sei es durch Rabattaktionen, Goodies oder Veranstaltungen. Das Zusammenspiel von On- und Offline muss intelligent umgesetzt werden.

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Espresso digital: Content bleibt King

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Das Internet der Dinge – der nächste Hype?

Internet of Things

IoT

Waagen, die nicht nur Dein Gewicht sondern auch  den Fettanteil, den Blutdruck und den Biorhythmus messen, Fitness-Armbänder, die Schritte, Schlaf und Kalorien aufzeichnen und Waschmaschinen die mitdenken. Das Internet der Dinge nimmt immer mehr Raum im täglichen Leben ein.

Noch vor drei Jahren war ein Fitnessarmband die Ausnahme, viele neugierige Fragen und vor allem die Sorge ob man denn „krank“ sein, weil man seine Schritte zählt. Es herrschte vielfach Unverständnis über die Nutzung. Inzwischen gehören Fitness-Armbänder oder Apps schon fast zum alltäglichen Gebrauch für immer mehr Menschen. iBeacons versorgen uns mit Infos und viele andere Geräte machen unser Verhalten transparent.
Das Waschpulver neigt sich dem Ende zu, man vergisst neues einzukaufen und ärgert sich. Das lässt sich durch einen Klick ändern. Miele hat auf der IFA sein neuestes Modell vorgestellt. Es soll demnächst auch Spülmaschinen in der Art geben.

Internet of Things

88 % der Bundesbürger, die im Rahmen einer Studie befragt wurden, haben noch nie den Begriff „Internet der Dinge“gehört, dabei gilt das IoT (Internet of Things) als das nächste große Ding.
Gemeint ist damit die Vernetzung der kleinen Geräte mit dem Internet, die wir im Alltag benutzen. So zum Beispiel das Fitness-Armband, die Waage, die Waschmaschine und und und. Die Daten werden immer gespeichert.

Aber noch einmal von vorne: Es gibt Krankenkassen die den Kauf der Apple Watch unterstützen und teilfinanzieren. Der Grund ist einfach. Wer sich ausreichend bewegt, gesund ernährt und das alles auch noch dokumentiert, gibt Daten frei. Die Daten sind in der Cloud gespeichert und der Zugriff darauf nicht wirklich bekannt.
Die Gerechtigkeitsdebatte nimmt zudem ja auch kein Ende, denn die Argumentation macht ja durchaus Sinn. Wer sich ausreichend bewegt, gesund ernährt, nicht raucht und das seiner Krankenkasse mitteilt, erwartet im Gegenzug eine Belohnung oder zumindest die Anerkennung seiner Motivation.
Denn die Mitmenschen, die sich rauchend und vorzugsweise von Fast-Food ernähren, denen Bewegung ein Fremdwort ist, zahlen immerhin die gleichen Kassenbeiträge. Auch wenn inzwischen Bonus-Systeme gibt, die Bargeld versprechen. Es ist trotz aller Aktivität keiner davon gefeit, nicht doch einmal krank zu werden.
Was dann? Es sind immer nur Momentaufnahmen, die entstehen.Diskussionen darüber wären endlos und die Argumentationen auch.Foto-4

Google macht mit

Aber was ist nun mit all den vernetzten Geräten, die für uns mitdenken? Ist es wirklich bequem, wenn der Rasierhalter auf Knopfdruck neue Klingen bestellt, der Kühlschrank Nachschub ordert oder dich Dein Fitness-Armband darauf hinweist, dass Du Dich noch nicht ausreichend bewegt hast.
Smartphones spielen dabei eine große Rolle, denn sie dienen oft als Fernsteuerung für die IoT. So lässt sich die Raumtemperatur von unterwegs regeln, Alarmanlagen werden eingeschaltet oder die Rollläden heruntergelassen.

Mit Google Nest, ist der Suchmaschinenriese auch in das umsatzversprechende Geschäftsfeld Internet of Things eingestiegen. Ein Thermostat, Rauchmelder oder die Kamera, die über das Smartphone zu bedienen ist.

Die Werber dürfen sich freuen, denn so bekommen Sie Infos, die sie sich von Ihren Kunden wünschen. Denn über die Daten, die in der Cloud gespeichert werden, lassen sich Profile von Nutzern über deren Verhalten erstellen. Wichtig für künftige Kaufprozesse, denn die Customer Journey lässt sich mühelos verfolgen. An dem Punkt, an der Kunde noch zögert, liefert personalisierte Werbung den entscheidenden Impuls.
So kann auch der stationäre Handel vom Zusammenspiel der IoT profitieren, denn die Online-Daten können vor Ort zur Argumentation genutzt werden.
Ein spannendes Feld mit vielen Möglichkeiten.

Prognose: Im Jahre 2020 werden es ca. 25 Milliarden Geräte sein, die Daten in der Cloud synchronisieren.

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Quantified Self – ich tracke, also bin ich 

Warum Journalisten twittern sollten…

Ich nutze Twitter seit Jahren und weiß es als Instrument sehr zu schätzen. In meinem eigenen Verlag schule ich Redakteure und versuche ihnen gerade Twitter näher zu bringen. Jetzt hat Sebastian Brinkmann via @journalist_tool diese Frage diskutiert. Herausgekommen ist ein interessanter Beitrag.

twittter_headWer Twitter nur als Einweg-Push-Kanal nutzt, hat möglicherweise das Tool nicht verstanden. Denn um meinen Content überhaupt anderen zugänglich zu machen ist es notwendig:

  • eine kritische Masse an Followern zu haben und dazu
  • relevanten Content der auch für weitere Rezipienten interessant sein könnte

Das setzt natürlich voraus, dass ich genügend Follower habe. Gerad Twitter-Beginner kennen das Problem, nicht genügend Menschen zu erreichen. Das heißt also: Erst einmal bekannt werden und „Follower“ generieren.

Wem sollen Journalisten folgen?

Es gibt keine generelle Regel. Folgt dem, der Euch Informationen zu dem Thema liefert, dass gerade für Euch interessant ist. Im Falle eines Anzeigenblattverlages sind es insbesondere die lokalen Twitterer.

Gibt es Institutionen, Verkehrsgesellschaften, kulturelle Einrichtungen und Politker, die twittern? Es gibt inzwischen eine gute Übersicht von kleinen, mittelgroßen und großen Städten die aus dem Rathaus twittern  : Social Media im Rathaus.

Was macht die Konkurrenz, was gibt es Neues in der Umgebung?
Favorisiert Eure Informanten in Listen und beobachten deren Posts. Folgt Experten und Meinungsführern. Die Suche erfolgt über Twittertools wie twellow.com oder wefollow.com

Twittlist nicht vergessen! Hier werden Medien und Medienvertreter gerankt!

Twitter als Recherche Instrument

Vorsicht vor Retweets! Nicht einfach wahllos retweeten, was andere twittern. Achtet, besonders bei Personen des öffentlichen Lebens auff verifizierte Accounts. Diese sind durch ein blaues Symbol neben dem Nutzernamen gekennzeichnet.

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Es sind bereits renommierte Nachrichtenanstalten darauf reingefallen. Beispiel: Christian Wulff: Der ehemalige Bundespräsident hat keinen Twitter Account. Dieser Fake Account jedoch mehr als 3000 Follower.

Man wird mit der Zeit sensibler und kann beurteilen, ob es sich um Fake-Accounts handelt. Zur Not andere fragen.

Suche und Listen nutzen

Um die vielen Tweets zu kanalisieren, macht es Sinn sich Listen anzulegen und die erweiterte Suche zu nutzen.

Tools nutzen

Tweetdeck oder Hootsuite erleichtern das Beobachten der Twitteraccounts und schaffen Zeit.

Fazit:

– Follow you, follow me
– Retweeten
– favorisieren
– in den Dialog treten
– relevante Inhalte twittern (abhängig von der Zielgruppe)
– aktiv sein!
Twittlist beobachten!

 

Quantified Self – ich tracke also bin ich..

Foto-4Mein Jawbone UP ist kaputt! Ein halbes Jahr lang hat es mich begleitet und mein Leben überwacht. 11.000 Schritte pro Tag sind mein Ziel, das ich oft, aber nicht immer erreicht habe. Ich bin also ein Quantified Self.
Die Knie OP vor 3 Wochen hat meine Schritte drastisch reduziert. Irgendwie fühlte ich mich wie ein Verräter, der teilweise nur 10 oder 20 % des Ziels erreicht hat. 

Aber von Anfang an: Früher war es die Pulsuhr, die mich bei meinen Läufen begleitet hat, dann irgendwann hat der Mi-Coach von Adidas guten Ersatz geleistet. Ich habe mich durch die Trainingsphasen damals sehr verbessert und mochte es, wenn mir eine Stimme ansagte, wie viele Kilometer ich gelaufen bin oder wie weit es noch bis zum Ziel ist. Jedesmal spannend, die getrackte Stecke zu analysieren,die Kurve zu sehen und zu vergleichen, ob und wie ich mich gesteigert habe.
Was mich nur ein wenig störte, war der Brustgurt und dass es manchmal Verbindungsprobleme gab, die Software war auch nicht immer zu 100 % ok. Aber alles in allem hat mich der Mi-Coach riesig nach vorne gebracht (als das Knie noch mitmachte..)

Apps bringen Dynamik ins Leben

Danach gab es dann tolle Apps wie Runtastic oder Endomodo. Hab ich natürlich auf dem Iphone. Ich tracke meine sportlichen Tätigkeiten und freue mich über Ergebnisse. Nicht nur das, ich sporne mich dadurch auch an. Noch 200 Meter mehr, noch ein wenig schneller…
Selbstverständlich habe ich eine Withings-Waage, die mein Gewicht speichert (sofern ich mich wiege). Bei Bedarf kann ich das twittern, was ich natürlich tue.. (NICHT). Sie misst auch Körperfett, Herzfrequenz und vieles mehr..

Jawbone kam in mein Leben

Seit letzten August habe ich dann Jawbone UP entdeckt und das hat mir richtig viel Spass gemacht. Ich muss es einfach nur tragen, kein Gurt, keine Internet-Verbindung, einfach nur am Handgelenk tragen. Ich kann das Band über eine App synchronisieren und so sehen, wieviele Schritte ich täglich gelaufen bin und wie viele Stunden ich geschlafen habe. Ich kann zusätzlich Aktivitäten hinzufügen und meinen Kalorienverbrauch messen.

Ich kann Mahlzeiten hinzufügen, ich kann andere Apps hinzufügen, mit IFTT ..(if this than that) kann ich in andere Kanäle triggern. Zum Beispiel: Wenn ich 10.000 Schritte erreicht habe, dann sende einen Tweet, klasse oder? Jawbone Apps Ja, ich kann eine ganze Menge damit machen. Und jetzt ist es kaputt 😦

Toller Support von Jawbone

Der Support von Jawbone ist allerdings zu empfehlen. Denn ursprünglich habe die Kappe verloren und ruckzuck eine neue bekommen, als sie jedoch da war, funktionierte das Jawbone leider nicht mehr.

Ich habe mich erneut an den Support gewendet und man hat mir ein neues Band versprochen, allerdings gibt es gerade Lieferschwierigkeiten, die Lieferzeit dauert zwei bis drei Wochen – leider. Ich muss mich also in Geduld üben. Das fällt mir schwer und vor allem muss ich meine Schritte jetzt schätzen.

Ach ja, ich habe ja noch die Fitbit -App auf dem iPhone, die kann ja auch zählen. Trotzdem.. Jawbone fehlt..

Warum Quantified Self?

Jetzt kann sich sicher die Frage stellen, wie sinnvoll es ist, sich ständig selbst zu kontrollieren und die Ergebnisse auch noch anderen zur Verfügung zu stellen? Das kann ich nur aus meiner nerdigen Sicht beantworten: Es macht mit Spaß, denn ich bin ein ergebnisorientierter Mensch, Quantified Self unterstützt diese Marotte Eigenschaft ungemein.
Es macht mich einfach ein Stück zufriedener. Ich freue mich schon auf Google Glass oder iWatch und was in Zukunft noch kommt.

DHL-Chat bei Facebook – sehr empfehlenswert

Missgeschicke passieren immer dann, wenn man sie am wenigsten gebrauchen kann. Mir natürlich auch. Und so kam es dazu:
Nach einigen schlaflosen Nächten habe ich mich entschlossen, die Go-Pro Hero Black Edition zu kaufen. Im Einzelhandel gab es nur das neue Modell, dass mir schlichtweg zu teuer war.

Meine Recherche hat ergeben, dass es noch ein altes Modell zu einem guten Preis im Online-Shop von Saturn gab. Also habe ich die Kamera kurzerhand bestellt und auch rasch eine Bestätigung bekommen, dass sie versendet wird.
Den Bestellstatus habe ich natürlich ständig kontrolliert und noch am Dienstagvormittag gesehen, dass die Kamera bereits unterwegs ist. Also war ich mir sicher, dass sie noch am gleichen Tag auf meinem Schreibtisch sein wird, denn sicherheitshalber habe ich sie an meine Firmenanschrift senden lassen.

Empfänger unbekannt?

Nach der Mittagspause dann der Schock: Empfänger unbekannt?! Kamera geht zurück. Den Fehler habe ich schnell entdeckt. Ein Vertipper in der Hausnummer. Jetzt ist der Verlag, für den ich arbeite nicht so ganz klein und das zu übersehen ist schon fast eine Kunst, zumal es die von mir vertippte Hausnummer nicht gibt und wir sicherlich täglich von DHL beliefert werden. OK, mein Fehler.

In meiner Not habe ich die Bonner Telefonnummer angerufen und gefragt, was ich tun kann. NICHTS, die lapidare Antwort, das Paket geht zurück nach Dorsten. Ich habe vorgeschlagen, selbst dorthin zu fahren. Keine Chance. Auch keine Chance den Zusteller zu erreichen, in dessen Wagen das gute Stück scheinbar noch wahr. Der Vorschlag: Den Absender bitten, die Haus-Nr. zu ändern und neu verschicken.
OK, gesagt und angerufen. Aussage von SATURN: Geht nicht, wir haben nicht die Möglichkeit, etwas zu ändern. Riesenlager Blabla… Für mich nicht nachvollziehbar, aber ich bin ja auch blond.
Der Vorschlag des SATURN Menschen: Neu bestellen! Hä?! Natürlich gab es die Kamera nicht mehr zu diesem Preis, wollte ich also nicht.

Wozu gibt es Facebook….

habe ich mir gedacht und dort meine Not auf die DHL Seite gepostet. Es kamen sofort Vorschläge anderer Nutzer. Versuch den DHL Chat. Das habe ich gemacht und sofort jemanden im Chat gehabt. Ich habe ihm mein Problem geschildert, er brauchte ne Weile hat mir aber immer Rückmeldung gegeben (Ich checke noch…)

Lange Rede, kurzer Sinn: Er hat mir versprochen, die Haus-Nummer zu ändern und das Paket noch einmal zu senden. Geht wohl doch was?

Das Päckchen war am nächsten Tag nicht da, ich habe nochmal nachgefragt und der Chat-Partner blieb dabei: Das kommt.

Heute ist es tatsächlich gekommen. Ich überglücklich, Urlaub gerettet.

Ganz großes Lob an DHL – die Chat-Funktion ist nicht nur vorbildlich, sondern man hat mir auch geholfen. Übers Telefon ging das komischerweise nicht.

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Digital Native – eine Frage des Geburtsjahres?

Ein Thema, dass immer wieder gern diskutiert wird sind die von Marc Prensky ernannnten „Digital Native“. Per Definition sind das Menschen, die mit digitalen Technologien, wie Computer, Internet oder Mobiltelefonen aufgewachsen sind. Das werden ungefähr die sein, die ab Mitte der 80er Jahre geboren wurden.

All diese jungen Leute sollten daher keine Schwierigkeiten haben, digital zu denken und vor allem zu handeln. Wenn das alles so einfach ist, müsste ja viele Unternehmen nur auf die Jugend setzen und hoffen, dass diese Generation instinktiv die digitalen Strömungen erkennt.

Always digital

Always digital

Ich selbst bin alles andere als ein „digital Native“, denn zu der Zeit, als ich Kind war, gab es noch Telefone mit Wählscheiben. Viel digitales gab es damals nicht und trotzdem habe ich die bereits die Anfänge mitbekommen und immer in Bereichen gearbeitet, die mit „neuen Technologien“ zu tun hatten. Ich habe Programmiersprachen gelernt, unter anderem auch „Basic“. Ich kannte mich früh mit Computern und Großrechnern aus und habe bereits in den 80ern mit Lotus 1-2-3 Texte, Tabellen und Grafiken erstellt. Fand ich alles recht einfach und bin damit (auf)gewachsen.
Später kam das Internet dazu und auch das wurde selbstverständlich in den Alltag und vor allem in den Job integriert. Anfangs noch mühsam mit einem 33K-Modem, heute mit schnellem WLAN und ohne großen Verbindungsprobleme.

Ich denke digital, ich denke „Online“, weil seit 1998 nicht anderes getan habe, als im Online-Bereich aktiv zu arbeiten. Trotzdem bin ich nur ein Digital Immigrant – die Ungnade der frühen Geburt.

In meinem beruflichen Umfeld kenne ich einige, die nicht zur klassischen Generation Y gehören und trotzdem Digital Natives sind, das sind die Mitstreiter im Bereich Community Management und Social Media. 

Ich behaupte einfach mal das Gegenteil: Nur weil jemand in einer bestimmten Zeit geboren wurde, hat er nicht automatisch Interesse oder Desinteresse an Themen und vor allem schon lange nicht das Gespür für die richtigen Kanäle. Darum glaube ich, dass das Verständnis für Online im weitesten Sinne keine Frage des Alters ist sonders ein Prozess des Umdenkens. 

Niiu – die neue Apple-App

Ich möchte Nachrichten so personalisiert aufbereitet bekommen,wie ich sie brauche. Nach dem Flipboard Prinzip versucht es Niiu nun auf dem App-Markt.

„Alle für Sie relevanten News in einer App.“
Das verspricht Niiu, die Online-App, die es nun im Apple Store zu kaufen gibt. Damit kommt das Unternehmen dem Wunsch vieler Nutzer nach, Nachrichten so zu konsumieren, wie man sie aktuell braucht. Dass sich die gefühlte Aktualität ständig ändert, wissen wir alle.

Woher kommen die Inhalte?

Hamburger Abendblatt, Berliner Morgenpost, BZ, Welt, BILD, Tagesspiegel, Neue Zürcher Zeitung, Neues Deutschland, the european, OK, Grazia, PC Welt, Mac Welt, fair observer und weitere..(Angaben von niiu) Inhalte also von News-Magazinen und Special Interest Verlagen. Vorstellbar, dass für jeden etwas dabei ist.

30-Tage-Test

Ich habe mir die App auf mein iPad geladen und dank eines Gutschein-Codes bin ich für 30 Tage kostenlos dabei. Die Artikel lesen sich gut, man kann die Schrift vergrößern, Tag-/Nachtmodus einstellen, favorisieren oder teilen.
Momentan bin ich noch nicht so ganz sicher, ob ich für das derzeitige Angebot bezahlen würde. Es stehen 23 Publikationen zur Verfügung, 10 davon können heruntergeladen werden, sind aber jederzeit änderbar. „Lokales“ kommt momentan noch aus Berlin, ist also nicht so ganz spannend für mich. Mir fehlt noch einiges, aber die starten ja erst. Bleibt abzuwarten, welche Kooperationen noch eingegangen werden.

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>> Nichts geschenkt

Teil mit mir! – Shareconomy ist Trend

Sharconomy (Share Economy) heißt der neueste Hit in der Online-Welt. Bedeutet, dass man das was man hat, verleiht oder teilt oder sich das was man nicht hat, leiht. „Collaborative Consumption“ ist ein anderer Begriff für diese Form moderner Tauschringe

Es ist mir ein Rätsel, wie Menschen Ihre Privatwohnungen oder Häuser einfach so an andere vermieten können. Bei Airbnb.de ist das möglich und wird scheinbar erfolgreich praktiziert. Ähnlich agiert die Plattform 9flats.com, die ebenfalls Privatunterkünfte in der ganzen Welt vermieten. Dabei handelt es sich jedoch nicht um billige Absteigen, sondern um hochwertigen Wohnraum, der günstig gemietet werden kann. Shareconomy liegt voll im Trend, denn es wird alles geteilt, verliehen oder verschenkt, was vorstellbar ist.

Shareconomy liegt voll im Trend

Warum direkt eine Hilti kaufen, weil ein Umbau bevorsteht? Vielleicht hat ja jemand im Freundeskreis ein Gerät, dass er verleihen kann. WHYownit greift diese Idee auf und sezt sie mittels einer Smartphone-App um, mit der man Freunde hinzufügen kann, die etwas zu verleihen haben. Man selbst kann seine Artikel ebenfalls einstellen. Je mehr Freunde mitmachen, umso größer die Auswahl.

WHYownit

Scrennshot WHYownit


Das Thema Carsharing ist nicht neu und von Unternehmen wir greenwheels bereits seit Jahren erfolgreich gewerblich betrieben. Tamyca ist ein Austausch von Privatautos, die deutschlandweit angeboten werden. Der Vorteil: Man sucht in der Nähe seines Wohnortes nach einem geeigneten Fahrzeug und kann sich so schnell und unkompliziert mobilisieren. Die Verdienstmöglichkeiten hängen vom Fahrzeug und der Stadt ab, denn in diesem Fall erfolgt eine Bezahlung an den Verleiher. Das ganze wird durch eine Versicherung gedeckelt, damit im Schadensfall niemand auf den Kosten sitzen bleibt.

Vom Boot bis zu den Boots – alles geht.

Nicht nur Autos, Wohnungen oder Geräte werden verliehen, sondern auch alle anderen vorstellbaren Artikel. Kleider, Arbeitsplätze, Fahrräder und selbst Boote. Die Idee zündet und setzt sich immer mehr durch. Gewerbliche Anbieter wie beispielsweise Autovermietern ist das natürlich ein Dorn im Auge, sie werden sie  allerdings nicht gegen die „Crowd“ wehren können. Damit der Funke weiter getragen wird ist es nämlich notwendig, dass viele Menschen an diesen virtuellen Tauschbörsen teilnehmen. Getauscht wurde immer schon gern, ob in der Steinzeit oder in den 90ern als die Tauschringe weltweit Beachtung fanden. Jetzt ist das Smartphone der Schlüssel dazu. Die Erreichbarkeit spielt dabei eine wichtige Rolle, denn man möchte ja schnell den benötigten Gegenstand verwenden. Weitere Portale, die den Shareconomy Gedanken verfolgen: Kleiderkreisel, Stuffle, Flinc, couchsurfing, nextbike um nur einige deutschsprachige zu nennen.

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