Das BarCamp Köln 2016

IMG_7294
Am 3. und 4. September 2016 fand das BarCamp in Köln statt. Für mich war es das erste Mal in Köln. Vorweg gesagt: Die Organisation war wieder einmal perfekt, die Location hat mir gut gefallen, besonders weil es keinen Parkplatz Stress gab.

Was nehme ich aus diesen beiden Tagen mit? Wie immer war es für mich auch ein Treffen mit Freunden, ganz wichtig. Aber auch neue Leute kennen lernen, Austausch, voneinander lernen, spannende Sessions.

Welche Session ist geeignet?

Die Qual der Wahl – welche Session nehme ich? Am Samstag habe ich mich für ein Thema entschieden, was mir selbst nahe liegt und worüber ich erst in der letzten Woche geschrieben habe. Community-Management in Redaktionen. Die Diskussion wurde von Christine Badke und ihrer Kollegin Izabela Koza vom Kölner Stadt-Anzeiger geführt. Nichts, was ich nicht bestätigen kann.

Für mich persönlich ein guter Sessioneinstieg, denn das alles erlebe ich genauso täglich. Immer wieder erstaunlich, wie homogen die Trolle dieser Welt sind.

Pay what you want? Mit diesem Titel hat mich Christian Müller neugierig gemacht. Für Freiberufler ein Risiko, aber auch eine Chance. Wir haben sogar darüber diskutiert, welchen Sinn es für Unternehmen macht? Ich denke, auch das ist mal ein mutiger Ansatz, den man verfolgen kann. Danke für die anregende Diskussion

Fremdsprachen schnell und effektiv lernen

Nur 20 Minuten am Tag investieren und damit eine Fremdsprache lernen. Iason hat viel Erfahrung damit, denn er ist ein Grieche, hat holländische Wurzeln und lebt in Deutschland. Er weiß also wovon er spricht.
Er hat nicht nur aus eigener Erfahrung gesprochen, es kamen auch von den anderen Teilnehmern viele hilfreiche Tipps. Netflix unterstützt die Serie Narcos mit Spanisch-Lektion in Kooperation mit Babbel.
Bücher wurden empfohlen: Fluent in three Month, diverse Methoden von Langenscheidt bis hin zur Birkenbihl Methode.
Danke für die vielen Tipps.

Zweiter Tag – neue Sessions

IMG_7301

Wieder mal enstpannt nach Köln gefahren und fit und gespannt auf neuen Input. Ich war wohl nicht die Einzige:

Scum – wie kann man mit dieser agilen Methode ordentlich arbeiten? Ich arbeite nicht mit Scrum, leider, dennoch hat mich die Session interessiert. Wie in den Rollen agiert wird, scheint mir sehr durchdacht zu sein. Leider kann ich das praktisch gar nicht anwenden. Schade, aber die Anregung mit mehr damit zu beschäftigen habe ich mitgenommen

Facebook Powereditor

Darauf habe ich mich richtig gefreut. Martin Maubach erklärt den Power Editor. Für mich ein superspannendes Thema. Ich habe echt viel gelernt in dieser Session. Danke für das Beispiel, wie man 30.000 Burger über Facebook verkauft, war beeindruckend.
Erst mal am nächsten Tag ausprobiert, wie es funktioniert. Danke dafür

Was passiert eigentlich mit dem „POS“ und wie schafft es der lokale Handel, Kunden dorthin zu bekommen. Diese Diskussion führte Kathrin mit interessierten anderen Teilnehmern.
Worüber sich alle einige waren: Schöne Nischenläden und individuelle Fachberatung verschwindet immer mehr aus den Innenstädten. Statt dessen gibt es nur noch Filialisten, die überall in Europa zu finden sind.
Das Internet ist natürlich die größte Konkurrenz. Eine echte Lösung gab es nicht, aber spannende Hinweise und eine gute Diskussion.

Nebenbei wurde auf dem Gelände von QSC noch ein Lockmodul geworfen und es wurden noch Pokemons gejagt. An diesem Tag gab es einige Newbies, die sich über Taubsis, Rattfratz und Habitaks gefreut haben. Lass uns spielen 🙂

Ich habe dann noch ein Stündchen am Check In Schalter verbracht und mich nett unterhalten. Danach gab es die Abschlusssession.
Danke an alle Organisatoren, Beteiligten, Sponsoren etc.

 

Community-Camp Berlin #ccb14

Wie immer im Oktober fand auch in diesem Jahr wieder das beliebte Community Camp in Berlin statt. „Klassentreffen“, „Treffen mit Freunden“ und natürlich Erfahrungs- und Leidensaustausch. Neue Learnings und jede Menge netzwerken steht dabei im Vordergrund.

Am Freitag wurde das traditionelle Warm up im The Pub am Alex – Möpse trinken Bier zelebriert. Das Motto Blog´n´ Burger wurde im Vorfeld, während des Warum up und auch im Nachhinein schön bei Twitter begleitet. Es gab interessante Gespräche über coole Projekte, ein guter Einstieg für den nächsten Tag.

Frühstück

Frühstück beim Camp

Sessionplanung

Sessionplanung abgeschlossen – jetzt gehts los

Für mich fühlte es sich bereits am Samstag so voll wie noch nie. Entsprechend lange dauerte die Vorstellungsrunde bis es in die Sessionplanung ging. Dann ging es auch schon wieder los mit der Qual der Wahl: Welche Sessions nehme ich? Denn bekanntlicherweise sind ja immer die Sessions, die mich am meisten interessieren im gleichen Timeslot.

Recht, Recht, Recht und internes Community Management

Als erste Session habe ich also die von Thomas Schwenke gewählt: Recht, Recht, Recht. Erwartungsgemäß gut besucht, lohnt sich aber immer!

Lifecycle

Lifecycle bei Bosch

Wimmelbild

Wimmelbild in groß

Und statt der Session von Uli Gelsen (er möge mir verzeihen) bin ich direkt im Bosch Raum sitzen geblieben und habe mich über das spannende Projekt von Bosch „Internal Community Management“  informiert. Katharina Perschke und Kollegen haben anhand von überdimensionalen Wimmelbildern die Arbeit des Community-Managers visualisiert. Katharina ist für die Umsetzung der E20 Lösungen im Unternehmen zuständig. Bosch bildet daher interne Community Manager aus, die auch zertifiziert werden. Der Lifecycle dient dabei der Orientierung. Klassse!

Alexander Felsenberg hat als Thema „Corporate Change“ vorgestellt, auch diese Session war sehr gut besucht. Die Erkenntnis: In vielen Unternehmen herrscht die gleiche Problematik, denn die Arbeit und der Tätigkeitsbereich von Social Media Managern (und anderern Weltverbesserern)  wird oft nicht erkannt bzw. nicht ins Unternehmen integriert. Hier hilft nur ein Top-Down-Delegation.

Poppen.de sorgt für Lacher

Noch voller wurde es bei der Session von Poppen.de. Das Interesse an diesem Dating-Portal war groß, sei es wegen des Umgangs mit dem FSK18 oder des Community-Managements. Christian und Christoph haben geduldig Rede und Antwort gestanden. Der Jugendschutz ist vorbildlich und als Schmankerl wurde ein Jahr VIP Mitgliedschaft verlost.  Wer den besten Anmachtweet an @ schreibt konnte gewinnen.

Nicht unerwähnt lassen möchte ich, dass Fanpagekarma uns auch in diesem Jahr wieder mit dem Community-Camp-Freunde-Buch versorgt hat. Inklusive dem superschweren Kreuzworträtsel. Richtige Einsender können 1×3 Monate die Fanpage Karma Business Version gewinnen! I love it!

Cat Content made by Humans

Fanpagekarma dieses Mal ohne Einhorn, aber mit Katze.

Auch Pixoona war am Start und hat uns allen mal wieder Freude bereitet, denn wir durften mit Bart oder Brille zeigen, was in uns steckt.

Am Samstag nach der letzten Session gab es lecker Essen und Trinken im Loft. Danke an die Sponsoren, die dafür gesorgt haben, dass wir es uns gut gehen lassen konnten. Wer immer noch nicht genug hatte, hat sich beim traditionellen Hechtsprung den Rest gegeben. Hier findet Ihr die Tweets dazu.

Bloody Sunday

Der Sonntag ist dann dank der samstäglichen Ereignisse in der Regel beschaulicher. Ich möchte mich aber ganz herzlich bei Stefan Evertz für die spannende Session über die Analyse/Monitoring-Tools bedanken.

Die Organisation war wie immer super und das Team  (Vivian, Frank, Oliver, Christian) dahinter hat es nicht immer leicht. Denn bei aller Freude und allem Happiness wundert es mich doch immer wieder, dass erwachsene Menschen nicht in der Lage sind:

1. Ihren eigenen Müll zu entsorgen
2. auch mal an andere denken und nicht doppelt und dreifache Portionen essen
3. einfach mal rücksichtsvoll sein
Das kann nicht oft genug gesagt werden.

Meine Erkenntnis: Tolle Sessions wie immer, tolle Leute, wie immer und auch wie immer: Ich habe viel zu viele Sessions verpasst, weil es viel zu viele spannende Themen gab. Also wie immer.

Herzlichen Dank an die Sponsoren: BVCM, Holiday-Check, Motor-Talk, Rossmann, Cimdata, Bionade, Mixxt, Likies, Bosch, gutefrage.net, Socialhub und viele andere.

Auf 2015 – ich freu mich jetzt schon.

Der BVCM traf sich am Wochenende in Berlin

Am letzten Wochenende trafen sich Mitglieder des BVCM.org in Berlin zur alljährlichen Hauptversammlung und dem dazugehörigen Workshop. Von den mittlerweile 178 Mitgliedern waren ca. 20 dabei um in Workshops das Berufsbild des Social Media Manager und des Community Manager zu fokussieren.

bvcm

Es ist bereits eine schöne und erfolgreiche Tradition, dass der BVCM mindestens jährlich zur Hauptversammlung einlädt. An dem Wochenende vom 25.4-27.4.2014 trafen wir uns in den Räumlichkeiten von Motor-Talk in Berlin um in angenehmer Atmosphäre einiges für die Verbandsarbeit zu tun.

Eines der mittelfristigen Ziele ist die Zertifizierung unserer Berufsbilder durch den Verband. Ben Ellermann 1. Vorsitzender betont die Wichtigkeit des BVCM und die steigende Nachfrage nach einer Zertifizierung für Social Media und Community Manager.
Wir haben uns in zwei Gruppen unterteilt, die folgende Aufgabe hatten.
  1. Erarbeitung einer Zertifizierungsvorlage die vom BVCM angeboten wird
  2. Erarbeitung von Stellenausschreibungen und Evaluierung der Berufsbilder „Social Media Manager“ und „Community Manager“
Dabei sollte auch das Berufsbild des Corporate Community Managers eine Rolle spielen, die wir jedoch nicht näher definiert haben.
Vorausgehend war die Aufgabenstellung, welche Kompetenzen benötigt werden um den Anforderungen des Marktes gerecht zu werden. Das warf direkt die nächste Frage auf: Wie sind die Anforderungen des Marktes?
Wir haben uns dazu zur Aufgabe gemacht, Stellenausschreibungen für das jeweilige Berufsbild zu formulieren, die auch den Personalverantwortlichen in den Unternehmen durch den Dschungel der vielfältigen Fähigkeiten führt.
Vivan Pein, die sich u.a. mit diesem Thema in der Vergangenheit auseinandergesetzt hat, hat dazu ein Kompetenzmodell entwickelt, dass Sie auch in ihrem Buch „Der Social Media Manager“ vorstellt.
Vorstand wurde erweitert
WIr haben beschlossen, den Vorstand um ein weiteres Mitglied zu erweitern. Stefan Evertz hat den PR-Part übernommen und bereits am Wochenende seine Ideen präsentiert.
Er wird sich u.a. um die Veröffentlichungen zu digitalen Themen kümmern. Dringend ist aus unserer Sicht auch die Überarbeitung unserer Website. Dazu werden wir einen Fachmann (oder Fachfrau) beauftragen.
Mein Fazit: Es war nicht nur schön, altbekannte und neue Menschen zu treffen und kennen zu lernen. Der Austausch ist immer wertvoller als jedes Seminar, dass man buchen kann.
Wir sind ein gutes Stück voran gekommen und freuen uns, dass wir unsere Ergebnisse schon bald präsentieren können.
Bild

Reputation im Netz wird immer wichtiger

Jeder Onliner der in sozialen Netzwerken vertreten ist, wird sich zwangsläufig mit der eigenen Reputation auseinandersetzen. Es geht dabei um mehr als regelmäßig seinen Namen zu googeln um zufrieden festzustellen, dass nirgends Kritik geübt wird. Vielmehr müssen wir uns mit immer neuen Faktoren auseinandersetzen, die uns einen Platz im „Social Heaven“ einräumen.

Authorrank, Circle und Kloutscore 

Wie hoch ist Dein Kloutscore, in wie vielen Circlen steckst Du, wie vernetzt bist Du bei Linkedin, Xing oder Facebook? Sind Deine Twitter-Follower wertvoll? Wie aktiv bist Du bei Pinterest? Amen? Diaspora? FlickR? TumblR? Wie misst Du Deine persönlichen KPIs?

Was bringt mir das?

Genau das ist doch die zentrale Frage. Ist es wirklich wichtig, als Privatperson in allen Netzwerken aufzutauchen, oder dient die Besetzung der Profile lediglich der Eitelkeit? Ein Social Media Manager ist zwangsläufig sehr viel mehr vernetzt die meisten anderen Mitarbeiter. Und das ist gut so, denn wir tun das ja in erster Linie für unser Unternehmen. Trotzdem sind wir weder Roboter noch Erfüllungsgehilfen, die ein wenig „facebooken“.

Social Media Manager – was macht der eigentlich?

Wir stoßen Prozesse an, wir transportieren unsere Unternehmen in die Online-Welt, wir geben ein Gesicht – und das ist ganz oft unser eigenes.

Uns ist klar, dass es von Unternehmensseite sehr viel Vertrauen bedarf, denn lange Abstimmungsprozesse sind im Social Media Bereich kontraproduktiv. Schnelle Reaktion und bereichsübergreifende Kommunikation prägen das Berufsbild.  Hat sich ein Unternehmen erst einmal für die Besetzung einer solchen Stelle entschieden, ist das ein Schritt in die richtige Richtung. Aber wie geht es weiter? Hier liegt oft das Problem. Wir ticken eben anders. Wir propagieren Transparenz, wir tauschen unser Wissen aus, wir führen zusammen und fordern zum  Mitmachen auf.

Welcher Social Media Mensch kennt nicht die Widerstände, die das nach sich zieht? Die ersten, die sich angegriffen fühlen sind of die Bereiche Marketing und/oder Unternehmenskommunikation. Denn sie glauben immer noch, das wäre ihr Job, wollen aber weder etwas mit Communities nichts zu tun haben, noch deren Kritik hören.

Denn die kritische Masse „da draussen“ glaubt den oft geschönten Worten nicht und tut dies öffentlich kund. Der Community Manager darf sich damit auseinandersetzen, der Social Media Manager legt den Finger in die Wunde, macht auf Missstände aufmerksam und zeigt auch gerne einmal auf, wo Abhilfe geschaffen werden kann. Wer ein Unternehmen gefunden hat, das offen dafür ist, der hat Glück.

Wir haben das immer so gemacht..

„Sorgen Sie dafür, dass wir gut da stehen, aber belästigen Sie uns nicht mit Umdenkungsprozessen“ – das ist eine kühne Behauptung trifft es aber in den meisten Fällen.

Warum sollte auf einmal alles anders sein? Weil die Welt sich verändert. Die Kunst ist es, diese Veränderung im Unternehmen zu installieren. Aufzuzeigen, dass es sich lohnt sein Wissen zu teilen den Kollegen zu vermitteln, wie das Social Web funktioniert, sie zu überzeugen das sie dadurch nur gewinnen können. Dazu bedarf es einer großen Unterstützung der Geschäftsführung und aller Abteilungsleiter!

Mach Dich zur Marke

Ich arbeite in einem Verlag mit vielen Redakteuren, die seit einigen Jahren zusätzlich fürs Web schreiben müssen. Und gerade die schreibenden Kollegen haben hier eine Riesenchance sich einen Namen im Web zu sichern. Such Dir Deine Nische, mach Dich zur Marke und Du wirst belohnt. Wer das verstanden hat, ist auf dem richtigen Weg.  Und wer Unterstützung braucht, fragt doch einfach seinen Social Media Manager – der hilft gern.

Mehr dazu wurde zum BarCamp6 geschrieben.